Kochkurs

Auberginen zubereiten, kochen und aufbewahren: 101 Guide

Aubergine zubereiten

Heute geht es um das Auberginen zubereiten. Doch bevor wir damit loslegen, ist es Zeit für ein Geständnis. Auch wenn wir es nur ungern sagen, aber Auberginen sind Hochstapler – denn das oft missverstandene Lebensmittel ist in Wahrheit eine Beere und kein Gemüse!

Die Aubergine oder auch Eierfrucht gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (zusammen mit Kartoffeln, Tomaten und anderen Gemüsesorten) und enthält ebenfalls das Gift Solanin. Aus diesem Grund sollten Auberginen nie roh verzehrt werden – außer man möchte Bauchschmerzen… Richtig zubereitet und gekocht sind Auberginen jedoch ein luxuriöser Genuss, der unglaublich vielseitig sein kann. Viele Gerichte auf der ganzen Welt greifen auf diese wunderbare Zutat zurück, wie beispielsweise die italienische “Parmigiana di Melanzane” (Auberginen-Parmesan), die sizilianische Auberginen-Caponata, die französische Ratatouille, das griechische Moussaka oder das nahöstliche Baba Ghanoush, und viele, viele mehr.

Auberginensorten

Auberginen gibt es in vielen verschiedenen Formen und Farben. Das Erste woran man aber vermutlich bei Aubergine denkt, wen es darum das Aussehen zu beschreiben, ist die, die es auch als Emoji gibt, oder? Dunkelviolett, 15 bis 20 cm lang, oval und leicht gebogen. Diese Auberginensorte ist wohl auch die Sorte, die uns am häufigsten im Supermarkt begegnet. Doch es gibt noch weitere Sorten. Hier ein grober Überblick:

Graffiti-Aubergine

Diese wunderschöne Auberginensorte, auch bekannt als sizilianische, Märchen oder lila Regen-Aubergine, ist an den graffitiartigen lila-weißen Streifen zu erkennen. Zwar verschwinden die schönen Streifen beim Kochen, dies tut jedoch dem Geschmack keinen Abbruch. Graffiti-Auberginen können groß oder klein sein und sind vielseitig einsetzbar. Ihre dünne Schale und die kleinen Kerne machen sie zu einer idealen Zutat zum Backen, Braten oder Schmoren.

Auberginen zubereiten
Graffiti-Auberginen

Japanische Aubergine

Tiefviolett in der Farbe, schmal und lang. Diese Auberginensorte ist weich und hat kaum Kerne. Vom Geschmack her ähnelt sie den uns bekannten Auberginen aus dem Supermarkt. Die japanische Aubergine ist ideal in Pfannengerichten, wo sie kurz angeschwitzt wird.

Chinesische Aubergine

Die chinesische Aubergine ähnelt der japanischen Aubergine, aber sie neigt dazu, einen helleren violetten Farbton mit einem kleinen Weißanteil direkt unter der Kappe zu haben. Die chinesische Aubergine ist ebenfalls weich, relativ kernlos und ähnelt im Geschmack unserer bekannten Sorte. Ab und zu kann man diese Auberginensorte in asiatischen Supermärkten finden.

Thailändische Aubergine

Diese hellgrünen Auberginen sind winzig – sie sind kleiner als eine Babykartoffel und etwas größer als eine grüne Erbse. Sie werden gerne in Thai-Currys verwendet und sind manchmal etwas säuerlich. Am besten schmecken sie, wenn man sie im Ganzen in einem Gericht verarbeitet.

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Thai-Auberginen

Gesundheitliche Vorteile

Die meisten gesundheitlichen Vorteile der Aubergine stammen aus der Schale, die Ballaststoffe, Kalium, Magnesium und Antioxidantien enthält. Für sich genommen ist sie ein kalorienarmes Lebensmittel, aber das hängt natürlich auch immer etwas von der endgültigen Zubereitung ab.

Die wichtigsten gesundheitlichen Vorteile der Aubergine kommen nicht unbedingt von den Nährstoffen, sondern von den Phytonährstoffen, wie Chlorogensäure und Nasunin, die nachweislich helfen, freie Radikale zu bekämpfen und Krebs vorzubeugen.

Was beim Kauf zu beachten ist

Wenn du in den Supermarkt oder auf den Wochenmarkt gehst, um Auberginen zu kaufen, nimm Dir ruhig etwas Zeit. Nehme die Auberginen, wenn möglich, in die Hand und suche eine, die schwerer scheint, als sie aussieht. Die perfekte Aubergine hat zudem eine glatte Schale ohne Risse. Achte auch auf den Strunk, um sicherzustellen, dass dieser frisch und grün aussieht.

Ebenfalls würden wir empfehlen, nicht pauschal die größte Aubergine zu kaufen, die man findet. Mittelgroße Auberginen haben meist den vollmundigsten Geschmack und oft weniger Körner. Auberginen gibt es das ganze Jahr über aber, insbesondere in den Monaten Mai, August und September gibt es das größte Angebot an Freilandware.

Auberginen lagern

Die Aubergine ist kälteempfindlich und sollte kühl aber nicht zu kalt gelagert werden, da sie sonst schnell wabbelig und gummiartig werden. Am besten hebt man sie im Keller oder der Speisekammer auf und verbraucht sie innerhalb von drei bis vier Tagen. Auf gar keinen Fall sollte man Auberginen länger als einen Tag draußen bei Zimmertemperatur lagern. Hast Du keinen Keller oder eine Speisekammer packe die Auberginen in Papier und lege sie in das Gemüsefach Deines Kühlschranks.

Auberginen zubereiten

Was auch immer Du mit den Auberginen zubereiten möchtest, wir empfehlen immer, die Auberginen zu salzen. Zum einen entzieht das Salz Bitterstoffe und zum anderen Wasser. Die Auberginen werden dadurch aber nicht zäh, sondern sogar weicher. Besonders wenn man die Aubergine ausbrät, sollte man sie vorher salzen, da sie sich so nicht mit zu viel Öl vollsaugt.

Zunächst solltest Du die Aubergine aber gut waschen. Auch wenn einzige Rezepte verlangen, dass die Schale entfernt wird, bevorzugen wir unsere Auberginen mit Schale. Möchtest Du sie dennoch entfernen, kannst Du einfach einen Gemüseschäler nutzen. Die Aubergine wird sich im Anschluss schnell verfärben, also stelle sicher, dass Du dies unmittelbar vor der Zubereitung Deines Gerichts tust.

Nun geht es ans Salzen. Hierzu legst Du zunächst ein Backblech mit Küchentüchern aus und schneidest dann die Aubergine in Scheiben oder Stücke. Anschließend bestreue die Stücke großzügig mit Salz und lege sie auf die Papiertücher. Dort lässt Du sie für 15 Minuten ruhen. Während dieser Zeit wirst Du feststellen, dass sich viele Wasserperlen bilden. Tupfe diese ab und drehe anschließend die Auberginen um und wiederhole den Vorgang.

Auberginen kochen

Befolgst Du die genannten Schritte, ist das eigentliche Kochen von Auberginen ein Kinderspiel. Du kannst sie grillen, dünsten, braten, backen oder frittieren… Schau dir dazu auch gerne einige unserer Lieblingsrezepte an:

Ratatouille

Zucchini-/Auberginen-Röllchen

Italienische Antipasti

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