Kochkurs

Burger selber machen: So wirst Du zum Grillmeister

Burger selber machen

Manche Gerichte erfordern Übung, Geduld und Präzision, wie zum Beispiel die Zubereitung eines Soufflés; Burger selber machen ist hier im Verhältnis deutlich einfacher. Nichtsdestotrotz bedarf es auch hier etwas an Mühe und Vorbereitung. Doch keine Sorge: Es lohnt sich! In unserem heutigen Beitrag zeigen wir Dir, was ein perfekter selbst gemachter Burger alles braucht. Da Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind, erhältst du hier nur ein paar der unzähligen Möglichkeiten, um Burger selber zu machen. Du kannst diese frei übernehmen, Zutaten austauschen oder deiner Kreativität anderweitig freien Lauf lassen.

Alles für das perfekte Burger Patty

Du willst Burger selber machen? Dann lege viel Wert auf das Patty. Schließlich steht und fällt ein guter Burger mit diesem. Genau aus diesem Grund ist auch hier Selbermachen angesagt. Lass am besten auch die Finger von fertigen Patties aus der Tiefkühltruhe oder der Frischetheke. Ebenso solltest Du einen großen Schritt um abgepacktes Hackfleisch aus dem Supermarkt machen, wenn Du Burger selber machen willst. Diese werden leider oft mit Wasser gestreckt, was dazu führt, dass die Patties beim Grillen viel Wasser verlieren und stark schrumpfen. Wie bereits in unserem Beitrag zum Rinderfilet angesprochen, zeigt sich auch hier, dass gutes Fleisch maßgeblich von artgerechter Haltung und einer stressfreien Schlachtung abhängt. Wer also einen wirklich guten Burger zaubern will, muss in hochwertiges Fleisch vom Metzger oder vom Bauernhof investieren.

Rindfleisch, welches Teilstück?

Bei der Wahl des Fleisches zum Burger selber machen würden wir Dir ganz klar Rindfleisch mit einem Fettanteil von ca. 20 % empfehlen. Natürlich kannst Du aber auch aus Schwein, Pute oder sogar Wild leckere Burger Patties herstellen. In Bezug auf das passende Teilstück hast du mehrere Möglichkeiten:

  • Rib-Eye-Steak
  • Entrecôte
  • Fehlrippe
  • Rindernacken

Egal ob du das Fleisch selbst wolfst oder dies vom Metzger machen lässt, achte darauf, dass es grob gewolft wird (5 mm-Scheibe). So wird das Patty später saftiger. Natürlich kannst Du auch online Dein Fleisch beziehen.

Patties richtig formen

Grundregel Nummer 1: Arbeite mit Gefühl. Knete das Hackfleisch nicht ins Unermessliche und achte ebenfalls darauf, es nicht zu fest zu pressen. Dies zerstört die Fasern und kann dazu führen, dass das Fleisch später weniger locker und trocken wird. Ebenfalls solltest Du in diesem Schritt auf das einkneten von Gewürzen verzichten. Auch Bindemittel, wie Ei oder Semmelbrösel haben nichts in der Hackfleischmasse verloren. Forme lediglich das schlichte Hack vorsichtig zu einer gleichmäßigen Kugel und drücke diese leicht ein, dass sie am Ende etwas größer sind, als Deine Burger Buns. Grundregel Nummer 2: Forme gleichgroße Patties. Bei 500 g Hackfleisch vierteln wir die Masse, da so der Petty schön schlank ist und das Essen sich später als nicht zu schwierig gestaltet. Aber natürlich kannst Du auch 250 g Patties herstellen, wenn Du das magst.

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Selbstgemachte Burger Patties

Würzen, ja oder nein?

Das ist natürlich geschmacksabhängig aber wenn man schon in gutes Fleisch investiert hat, sollte unserer Meinung nach, dieser Geschmack nicht durch irgendwelche Gewürzmischungen übertrumpft werden. Wir halten uns daher an das Credo: Weniger ist mehr. Das bedeutet, dass wir die fertig geformten Burger Patties von beiden Seiten nur mit etwas Salz würzen. Das Salz sollte man sehen können also nicht zu sparsam sein. Ebenso sei hier noch mal wiederholt, dass das Salz nicht in die Hackfleischmasse eingearbeitet werden sollte, außer man möchte Ziegelstein Burger haben. Natürlich darfst Du deine Patties auch pfeffern aber erst nach dem Grillen, da die hohen Temperaturen dazu führen können, dass der Pfeffer verbrennt und eine bittere Note hinterlässt.

Burger Patties richtig grillen

Für viele vermutlich der schwierigste Part. Die richtige Kombination aus Temperatur und Garstufe zu erzielen. Stehst Du noch am Anfang deiner Burger-Brat-Karriere kann hier ein Thermometer Wunder helfen. Wichtig ist es vor allem, dass der Patty eine schöne Kruste bekommt innen aber saftig und weich bleibt. Sehe unbedingt davon ab, die Patties zu oft zu wenden, zu drücken oder hin und her zu schieben. Zudem sollte der Grill ordentlich vorgeheizt sein. Abhängig von der Dicke der Patties sollte nach drei bis vier Minuten einmal gewendet werden. Ein guter Indikator hierfür ist, wenn an der Oberfläche bereits Fleischsaft austritt. Halte beim Grillen außerdem den Deckel geschlossen. So garen die Patties gleichmäßiger. Nachdem die zweite Seite ebenfalls für etwa 3 bis 4 Minuten bei direkter Hitze angebraten wurde, kannst Du die Patties in den indirekten Bereich legen, wo Du sie mit Käse überbacken kannst.

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Grill-Garzeit-Überblick

Burger Buns

Burger selber machen geht nicht ohne Brötchen. Dies gehört zum Gesamtkunstwerk dazu und hält alle Zutaten zusammen. Hierzulande ist es leider gar nicht so einfach, an gute Burgerbrötchen zu kommen. Du kannst also entweder nur auf die Fertigprodukte im Supermarkt zurückgreifen oder diese selbst backen, was Deine fertigen Burger in puncto Geschmack noch einmal um Welten nach vorne befördert. Eigentlich klar auf was die Wahl fällt, oder? Jedenfalls findest Du hier unser Rezept für Burger Buns.

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Ofenfrische Burger Buns

Zutaten für 10 Burger Buns

  • 200 ml warmes Wasser
  • 4 EL Milch
  • 42 g Hefe
  • 35 g Zucker
  • 8 g Salz
  • 80 g weiche Butter
  • 500 g Weizenmehl
  • 1 Ei

Zusätzlich

  • 1 Ei
  • 2 EL Milch
  • 2 EL Wasser
  • 20 g Sesam

Zubereitung

  1. In eine Schüssel das warme Wasser, die Milch und den Zucker geben. Die Hefe hineinbröseln und das Ganze für 5 Minuten ruhen lassen.
  2. Anschließend Mehl, Salz, Butter und ein Ei hinzugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
  3. Den Teig abdecken und an einem warmen Ort für 60 Minuten gehen lassen.
  4. Für die Buns nun nacheinander jeweils 80 bis 90 g vom Teig nehmen und in der Handinnenfläche zu einer gleichmäßigen Kugel formen und anschließend auf einem mit Backpapier belegtem Backblech zu einer flachen Scheibe mit ca. 8 bis 9 cm Durchmesser drücken. Damit der Teig nicht so klebt, empfiehlt es sich, die Handflächen mit Mehl zu bestäuben
  5. Die Teiglinge nun erneut für eine Stunde gehen lassen.
  6. Ein Ei mit 2 EL Milch und 2 EL Wasser verquirlen, auf die Teiglinge streichen und mit Sesam bestreuen.
  7. Zum Schluss die Buns im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Ober-/Unterhitze) für 16 bis 20 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.

Das Finale – den Burger belegen

Käse

Auch wenn Brot und Fleisch schon mal ein guter Anfang zum Burger selber machen sind, machen sie alleine noch keinen Burger aus. Je nach Käse erhält der Burger einen anderen Geschmack und man kann seinem Burger eine persönliche Note verleihen. Bei der Wahl des Käses gibt es kaum Grenzen. Selbst Parmesan, der nicht schmilzt, kann für eine zusätzliche feine Note sorgen. Ansonsten empfehlen sich noch die folgenden Sorten:

  • Chester
  • Cheddar
  • Mozzarella
  • Brie oder Camembert
  • Blauschimmel-Käse
  • Provola
  • Ziegenkäse

Gemüse

Auch wenn einige vielleicht hier nur wegen des Fleisches sind, etwas Grün hat noch keinem Burger geschadet und bringt neben dem guten Gewissen auch noch zusätzlichen Geschmack. Zu den Klassikern zählen Tomaten, Salat, Zwiebeln, Gewürzgurken. Die Tomaten sollten dabei so reif wie möglich sein, wenn Du noch etwas fürs Auge machen möchtest, kannst du Deinen Gästen Ochsenherztomate (Cœur de Bœuf) reichen. Auch beim Salat gibt es einige Variationsmöglichkeiten. Anstelle des beliebten Eisbergsalats kannst Du wunderbar Salatherzen, Feldsalat oder Rucola nutzen.

Soßen

Burger selber machen geht nicht ohne Soßen. Sie verleihen Deinem Burger den letzten Schliff. Nicht umsonst hat jeder Burgerladen, der was auf sich halten will, seine eigene „Spezialsoße“. Bei der Wahl der richtigen Soße ist es dabei wichtig, dass diese auf die anderen Zutaten abgestimmt ist. Es bringt nichts, wenn Du deinen feinen Burger mit Ziegenkäse im Anschluss mit rauchiger BBQ-Soße vollballerst. Im Gegensatz dazu passt die BBQ-Soße aber perfekt auf einen Bacon Burger. Am besten überlegst Du dir vorab, welche Burger du zubereiten möchtest und ob die Soße dominieren soll oder nicht. So hast Du im Supermarkt eine ungefähre Richtung, welche Soße die Richtige ist – an der Auswahl wird es jedenfalls nicht scheitern.

Toppings

Dir ist der Burger noch nicht groß genug? Wie wäre es dann mit ein paar Toppings für den Extrakick? Die folgenden Toppings haben sich bewährt. Aber natürlich kannst Du noch viel mehr ausprobieren.

  • Champignons
  • Spiegelei
  • Avocado
  • Jalapenos
  • Röstzwiebeln
  • Tortilla Chips

Mit dem richtigen Einsatz dieser Toppings kannst Du alle Geschmacksnerven voll auslasten und erhältst das ultimative Geschmackserlebnis. Probiere einfach verschiedene Kombinationen aus, wenn Du Burger selber machst. Du wirst merken, dass die Lernkurve enorm ist.

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