Kochkurs

Einfache Crème brûlée aus nur 4 Zutaten

Crème brûlée

Crème brûlée ist viel einfacher, als die meisten Leute denken. Das trifft vor allem dann zu, wenn man jemanden bei der Zubereitung in der Küche dabei zusieht. Trotzdem sei gesagt, solange man weiß, was man tut und weiß, was schief gehen kann und man sich ein paar Regeln hält – schließlich ist Backen doch eine Wissenschaft – kann man leckere Crème brûlée in nur 15 Minuten ganz einfach selbst zubereiten. Also… wer ist bereit, es zu versuchen? Mit cremiger Vanillecreme und einer knusprigen karamellisierten Oberfläche ist hier eine vollständige Anleitung, wie Dir die perfekte Crème brûlée gelingt.

4 Zutaten für klassische Crème brûlée

Sahne

Einige Rezepte verwenden sowohl Sahne als auch Milch, was das Dessert leichter macht. Für den reichhaltigsten Geschmack würden wir jedoch ausschließlich Sahne empfehlen. Falls Du doch einen Teil der Sahne durch Milch ersetzen möchtest, ersetze maximal 150 ml im Verhältnis 1:1 und erhitze beides zusammen im Topf.

Eier

Je nach Rezept werden entweder ganze Eier, Eigelb oder eine Kombination aus beidem verwendet. Normalerweise ersetzt ein ganzes Ei zwei Eigelb, aber wie bei der Sahne gilt: Je mehr Eigelb Du in der Masse verwendest, desto cremiger und reichhaltiger wird das Dessert am Ende. Es geht jedoch nicht nur um den Geschmack, sondern auch um die Textur. In unserem Rezept verwenden wir 4 Eier. Du kannst jedoch auch 5 oder 6 nehmen ohne das Rezept an anderer Stelle anpassen zu müssen. Du musst Dir nur bewusst sein, dass Dein Dessert mit steigender Eieranzahl auch reichhaltiger wird. Insgesamt sind alle Optionen großartig und hängen alleine vom persönlichen Geschmack ab.

Zucker

Üblicherweise enthält Crème brûlée nicht viel Zucker. Für das unten stehende Rezept kannst Du je nach Geschmack zwischen 30 g und 70 g Zucker verwenden. Wir empfehlen, mit etwa 50 g zu beginnen.

Vanille

Für den bestmöglichenbestmöglichen Geschmack verwendest Du am besten eine Vanilleschote. Falls Du mal keine zur Hand hast, tut es natürlich auch Vanillepaste oder -extrakt.

Abseits dieser 4 Zutaten kannst Du theoretisch noch etwas Alkohol hinzufügen – wie etwa zwei Teelöffel Rum, Brandy oder einen aromatisierten Likör Deiner Wahl. Füge den Alkohol hinzu, nachdem alle anderen Zutaten vermischt wurden.

Schälchen

Da das Auge bekanntlich mitisst, solltest Du in entsprechende Schälchen oder Soufflé-Formen investieren. Grob gesagt kannst Du zwischen zwei Arten wählen. Zum einen gibt es die Formen mit einem größeren Durchmesser, die nicht ganz so hoch sind und zum anderen gibt es kleinere Formen, die dafür etwas höher sind. Entscheidet man sich für die flachen, etwas größeren Schälchen hat man den Vorteil, dass die karamellisierte Oberfläche etwas größer ausfällt. Uns gefällt bei den flachen Förmchen das Knusper-Verhältnis zur Vanillecrème deutlich besser – am Ende muss die Frage nach der Wahl der richtigen Schälchen jedoch jeder für sich selbst beantworten.

Crème brûlée
Crème brûlée

So bereitest Du Crème brûlée zu

Erhitze die Sahne und die Vanille in einem Kochtopf, bis die Mischung zu kochen beginnt. In der Zwischenzeit Eier und Zucker in einer Schüssel mit einem Schneebesen verquirlen, bis alles gut vermischt, aber nicht luftig ist. Gieße anschließend die heiße Sahne unter ständigem Schlagen langsam in die Eimischung. Diese Technik wird Temperieren genannt – da die heiße Sahne mit den kälteren Eiern und dem Zucker vermischt wird, verhindert sie, dass die Eier gerinnen. Danach sollte die Mischung glatt und cremig sein. Damit Du am Ende keine gekochten Eierstücke in der Crème hast, solltest Du die Mischung abseihen, bevor Du sie in die Förmchen umfüllst.

Das Wasserbad vorbereiten

Ein Wasserbad bedeutet einfach, dass Du die Förmchen in eine große Auflaufform oder einen Bräter stellst und diese mit kochendem Wasser füllst, bis es bis zur Hälfte der Seiten der Schälchen reicht. Am einfachsten ist es, wenn Du zuerst die Auflaufform mit den Förmchen in den Backofen stellst und dann das heiße Wasser hinein gießt. Das ist auch der sicherste Weg. Beeil dich aber, damit die Ofentemperatur nicht zu sehr durch die offene Tür sinkt. Diese Methode wird oft verwendet, damit empfindliche Desserts ihre Feuchtigkeit behalten und beim Backen eine gleichmäßige Temperatur erreichen. Lege zusätzlich ein normales Küchentuch auf den Boden der Auflaufform, damit die Förmchen nicht direkt den heißen Boden berühren.

Backzeit

Crème brûlée wird bei niedriger Temperatur gebacken und benötigt in etwa 25 bis 35 Minuten. Sie ist fertig, wenn die Vanillecreme fest geworden ist und bei leichtem Schütteln der Form nur noch leicht wackelt. Sobald sie fertig ist, nimm die Förmchen vorsichtig aus der Form und stellen sie zum Abkühlen auf einen Rost. Danach ein paar gute Stunden im Kühlschrank abkühlen lassen. Hier gibt es keine Abkürzungen! Die Mindestzeit beträgt in etwa 4 Stunden, wobei wir empfehlen würden, die Crème brûlée über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Die Oberfläche karamellisieren

Hierfür verwendest Du am besten einen Flambierbrenner. Zunächst bestreust Du die Oberfläche jedoch mit Zucker. Hier eignet sich etwas gröberer Zucker am besten, aber natürlich kannst Du auch handelsüblichen Kristallzucker verwenden. Je nach verwendetem Förmchen sollten es etwa 1 bis 2 Teelöffel sein. Schüttele die Förmchen vorsichtig von einer Seite zur anderen, bis die Crème-Oberfläche gleichmäßig bedeckt ist. Verwende anschließend den Flammbierbrenner, um die gesamte Oberseite zu karamellisieren. Es ist in Ordnung, wenn die Bräunung nicht ganz gleichmäßig ist.

Rezept für Crème brûlée

Zutaten

  • 500 ml Schlagsahne
  • 1 Vanilleschote oder 1,5-2 Teelöffel reines Vanilleextrakt bzw. -paste
  • 4 Eigelbe (L)
  • 50 g Zucker
  • 6 Teelöffel Zucker für den karamellisierten Belag

Zubereitung

  1. Heize den Ofen auf 150 °C vor. Lege ein Küchentuch auf den Boden eines großen Bräters oder einer Auflaufform (zur Vorbereitung des Wasserbads). Stelle anschließend, je nach Größe, 4 bis 6 Förmchen auf das Handtuch.
  2. Erhitze die Sahne sowie die Vanilleschote und das ausgekratzte Mark in einem Topf bei mittlerer Hitze und bringe es zum Kochen. In der Zwischenzeit die Eigelbe und Zucker in einer mittleren hitzebeständigen Schüssel verquirlen, bis sie gut vermischt, aber nicht luftig sind. Entferne nun die Vanilleschote aus der heißen Sahnemischung und gieße diese langsam und unter ständigem Rühren zu der Eimasse, damit diese nicht gerinnt. Zum Schluss die Masse abseihen und gleichmäßig auf die Förmchen verteilen.
  3. Stelle die Auflaufform mit den Förmchen in den vorgeheizten Ofen und gieße kochendes Wasser ein, bis es bis zur Hälfte der Förmchen reicht. Für 25 bis 35 Minuten backen, bis die Crème fest geworden ist und bei leichtem Schütteln nur noch leicht wabbelt. Lasse die Förmchen auf einem Gitterrost auf Raumtemperatur abkühlen und stelle sie dann mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, in den Kühlschrank.
  4. Zum Servieren 1 bis 2 Teelöffel Zucker auf jede Form streuen und etwas rütteln, bis die Oberfläche gleichmäßig bedeckt ist. Nun mit dem Flambierbrenner die Oberseite karamellisieren, bis diese schön braun und leichte blasen aufweist. Vorzugsweise einige Minuten im Kühlschrank ruhen lassen, damit alles gut aushärtet und die Crème wieder kalt wird; ansonsten sofort servieren, z. B. mit Himbeeren, Preiselbeeren oder auch Erdbeeren.

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