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Donuts selber machen: Schritt-für-Schritt zur süßen Versuchung

Donuts selber machen

Doughnuts oder Donuts selber machen ist leichter, als Du vielleicht vermuten würdest. In nur 2 Stunden zauberst Du ein ganzes Blech voller leckerer Donuts, die denen aus Deiner Lieblingsbäckerei in absolut nichts nachstehen. Viel besser sogar. Du kannst das Gebäck direkt warm und backfrisch zu Hause genießen und sind wir mal ehrlich. Ja, Kuchen ist geil und auch zu Cookies können vermutlich die wenigsten Nein sagen, aber Donuts … es gibt kaum ein Gebäck, das besser ist als ein guter – nein, ein großer noch warmer Donut. Wichtig ist dabei vor allem, dass der Teig selbst nicht zu süß ist. Fluffig und weich, ähnlich wie ein Kissen sollte er sein. Diese Grundlage kann dann je nach Lust und Laune zum Beispiel mit Zuckerguss und Streuseln bestreut werden, fast wie eine Leinwand. Damit beim Donuts selber machen auch nichts schief geht, solltest Du unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung sowie dem absolut narrensicheren Rezept folgen.

Wie das Loch in den Donut kam

Zeit für ein wenig Doughnut-Geschichte, wortwörtlich. Das Konzept von frittiertem Teig findet sich hauptsächlich in der niederländischen, französischen oder russischen Backgeschichte wieder. Doch tatsächlich ist die Erfindung der Doughnuts den Amerikaner zuzuschreiben. So gelangte Mitte der 1600er Jahre der Donut über niederländische Siedler, die ihn „ölige Kuchen“ nannten, in den Big Apple. Mitte des 19. Jahrhunderts machte man dann die Entdeckung, dass beim Frittieren von gewürztem Teig viel Feuchtigkeit eingeschlossen wurde und das Gebäck auch tage- teilweise wochenlang später noch relativ frisch schmeckte. Allerdings gab es ein Problem. Während das Äußere der Teigkuchen beim Frittieren zwar perfekt goldbraun wurde, befand sich in der Mitte immer ein zäher Klumpen kaum erwärmten Teigs. Findige Bäcker kamen dann auf die Idee Nüsse in die Mitte zu stecken. Das Ergebnis: Der Teig ließ sich rundherum perfekt frittieren und der Name Doughnuts, also Teignüsse, war geboren. Später folgte anstelle der Nüsse dann das charakteristische Loch in der Mitte. Das machte das Gebäck sehr preiswert und besonders während des Ersten Weltkriegs als Armut und Not groß waren, gewann der Donut als erschwinglicher Genuss zunehmend an Bedeutung. Das Wort „Donut“ wurde übrigens erst später geprägt, als Hersteller versuchten, die Leckerei in Übersee zu vermarkten – sie dachten, ein kürzeres Wort könnte eingängiger und leichter zu merken sein.

Die Wahl des Teigs

Donuts aus Rührteig

Wer Donuts aus Rührteig herstellen möchte, wählt am besten einen einfachen Quark-Ölteig. So sind die Donuts schnell zubereitet und benötigt keine Geh-Zeit. Also die ideale Alternative, wenn es mal schnell gehen soll. Allerdings werden Rührteig-Donuts, wenn man sie frittiert etwas fester und knuspriger als ihre Hefeteig-Verwandten. Dafür lassen sich Donuts aus Rührteig bequem im Ofen backen und es besteht keine Unfallgefahr durch heißes Frittierfett. Inzwischen gibt es auch praktische Donut-Formen, in die man zum Beispiel mithilfe von einem Spritzbeutel, den Teig bequem einfüllen kann. Ebenso sieht man in den Geschäften immer häufiger sogenannte Donutmaker. Diese funktionieren ähnlich wie ein Waffeleisen und bieten für 6 oder mehr Mini-Donuts Platz. Auch hier empfiehlt sich aber eher die Verwendung eines Quark-Ölteigs, da dieser beim Backen nicht so sehr hochgeht und aus den Formen treten würde.

Donuts aus Hefeteig

Auch wenn Donuts aus Rührteig gemacht werden können, bestehen sie ursprünglich aus einem simplen Hefeteig. Hefeteig-Donuts gehen während des Frittierens wunderbar fluffig auf. Verantwortlich hierfür ist die Hefe, die ihre volle Triebkraft in Kombination mit warmer Milch entfaltet. Auch ein bisschen Zucker, Salz, Eier und Mehl dürfen im Teig nicht fehlen, wobei man es mit Zucker nicht übertreiben sollte. Der Teig sollte eher herzhaft sein und seinen Geschmack hauptsächlich durch die Hefe und ein paar zusätzlichen Gewürzen erhalten. Wichtig ist in jedem Fall, den Hefeteig mindestens 60 bis 90 Minuten am einem warmen Ort gehen zu lassen, bis er sich verdoppelt hat.

Teig würzen

Unter ihren oft perfekten glasierten und mit Streuseln verzierten Oberflächen sind Donuts eigentlich sehr schlicht. Das ist okay und in gewisser Weise auch gut so. Schließlich macht ein simpler Hefeteig Donuts auch irgendwie aus. Nichtsdestotrotz lassen sich Donuts mit ein paar Prisen frischer Gewürze noch zusätzlich aufpeppen. Überlege Dir aber am besten vorab, welche Art von Donuts zu backen möchtest. So passt zu Marmeladen-Donuts wunderbar etwas Zitronenschalenabrieb während Apfelwein-Donuts nach Zimt fragen. Selbst ein einfacher glasierter Donut schmeckt um Welten besser, wenn man ihn mit etwas gemahlener Muskatnuss und Vanille verfeinert.

Donuts ausstechen

Jeder, der schon einmal mit Hefeteig gearbeitet hat, weiß, dass dieser etwas zickig sein kann, wenn es an die Bearbeitung geht. Achte daher darauf, dass es in der Küche nicht zu warm ist, oder gönne dem Teig einen kurzen Urlaub im Kühlschrank. Ebenfalls kann es helfen, dem Teig noch mal ein paar Minuten Pause zu erlauben, wenn man ihn nach dem Gehen geknetet oder ausgerollt hat – aber immer vor dem Ausstechen. Zum Schluss kann es noch helfen, die Ausstechformen oder die Teigrolle mit etwas Mehl zu beschichten, um ein Kleben zu verhindern.

Der ausgerollte Teig sollte ungefähr 1,5 cm dick sein. Anschließend mit einem Donutausstecher so viele Teig-Kringel ausstechen, bis der Teig aufgebraucht ist. Alternativ kann man auch mit zwei runden Ausstechformen arbeiten – einer Großen (Ø 8 cm) und einer Kleineren (Ø 2 cm). Natürlich kannst Du auch mit kreisförmigen Gegenständen aus Deiner Küche improvisieren, wie z.B. Gläsern oder Deckeln. Nimm Dir für das Ausstechen genug Zeit und mach dir keine Sorgen, wenn die Kreise nicht perfekt rund sind, beim frittieren gleicht sich das alles aus. Lege auch die kleinen Kreise zur Seite.

Frittieren

Wir hatten es oben schon kurz angesprochen, Donuts können theoretisch auch im Backofen gemacht werden. Allerdings entspricht das weniger der Definition von Donuts. Daher halten wir uns hier an die traditionelle Zubereitung. Zum Frittieren benötigt man je nach Topf etwa 1 oder 2 Liter geschmacksneutrales Öl, wie Sonnenblumen- oder Rapsöl. Das Öl wird bis ca. 7 cm hoch in den Topf gefüllt und auf 190 °C erhitzt – ein Thermometer kann hier helfen. Nun ein paar Donuts mit einem Schaumlöffel in den Topf geben. Achte dabei darauf, den Topf nicht zu voll zu machen, da sonst die Öltemperatur zu stark sinkt. Bei der richtigen Temperatur brauchen die Donuts ca. 1 bis 2 Minuten pro Seiten. Behalte das heiße Öl in jedem Fall immer im Blick und passe, wenn nötig, die Temperatur entsprechend an. Anschließend kannst Du die Donuts zum Abtropfen auf ein Küchenpapier legen und sie auf einem Gitter abkühlen lassen.

Glasuren und Zuckerüberzug

Zuckerüberzug

Für zuckerüberzogene Donuts, mit Puderzucker, Zimt und Zucker oder anderen Zuckervariationen sollten die Donuts nur maximal eine Minute abkühlen und anschließend sofort in den Zucker geworfen bzw. mit Puderzucker bestäubt werden. Wartet man zu lange, bleibt der Zucker nämlich nicht mehr kleben. Bei Puderzucker darfst Du außerdem nicht vergessen, dass dieser in die Donuts einzieht. Als entweder später noch einmal im Puderzucken wälzen oder direkt servieren.

Dünne Glasuren

Donuts selber machen: Glasierte Donuts
Glasierte Donuts

Neben dem Wälzen in Zucker kann man außerdem noch zwischen zwei Arten von Glasuren unterscheiden. Die eher dünne, süße, vollflächige Glasur und die dickere, frostingartige Glasur, die obenauf sitzt, wie man es zum Beispiel von einem Schokoladen-Donut mit Streuseln von Dunkin‘ Donuts kennt.

Für die dünne, vollflächige Glasur lässt man die Donuts für drei bis vier Minuten auf einem Rost abkühlen. Anschließend wird die Glasur, die zum Beispiel aus 50 g Puderzucker und 2 EL Milch besteht, gleichmäßig über die Donuts gegeben. Vor dem Servieren aushärten lassen.

Dicke Glasuren

Für dickere Glasuren sollten die Donuts 4 bis 5 Minuten abgekühlt und ca. Raumtemperatur haben. Schmelze etwas Schokolade mit Milch und Butter und füge dann Puderzucker hinzu, bis Du eine streichfähige Konsistenz hast. Bevor die Glasur aushärtet, kannst Du die Glasur nach Belieben mit leckeren Toppings wie Kekskrümeln, gerösteten Mandeln, Toffeestücken oder Mohn belegen.

Grundrezept für backfrische Donuts

Die besten Donuts sind frische Donuts. Daher kommt hier unser Rezept, um das leckere Gebäck bequem zu Hause herzustellen. Übrigens auch am nächsten Tag schmecken die süßen Kringel noch. Am besten in einer luftdichten Tupperdose aufbewahren.

Donuts selber machen: Schritt-für-Schritt zur süßen Versuchung 1
Zutaten für selbstgemachte Donuts

Zutaten für 20 Donuts

  • 500 g Mehl
  • 200 ml Milch
  • 42 g frische Hefe
  • 50 g Zucker
  • 100 g Butter sehr weich
  • 1 Ei (M)
  • Prise Salz
  • Prise Muskatnuss (Optional)
  • Prise Zimt (Optional)

Zubereitung

  1. Mehl, Zucker und eine Prise Salz in einer Schüssel mischen und in der Mitte eine Mulde formen.
  2. Die Butter in lauwarmer Milch schmelzen. Das Ei hinzugeben und unterrühren.
  3. Die frische Hefe in die Milch-Mischung bröckeln und umrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat.
  4. Die lauwarme Hefe-Milch-Mischung in die Mehlmischung geben und mit mithilfe einer Küchenmaschine oder den Knethaken eines Handrührgeräts vermengen. Anschließend mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.
  5. Die Schüssel mit einem Tuch bedecken und an einem warmen Ort mindestens 1 Stunde ruhen lassen.
  6. Teig erneut durchkneten und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 1,5 cm dick ausrollen.
  7. Mit einem Donutausstecher so viele Kringel ausstechen, bis der Teig aufgebraucht ist. Die Donuts mit Abstand zueinander abgedeckt für weitere 30 Minuten auf einem Backblech gehen lassen.
  8. 1 bis 2 Liter Frittierfett oder geschmacksneutrales Öl 7 cm hoch in einen Topf füllen und auf 190 Grad erhitzen. 2 bis 3 Donuts mit einem Schaumlöffel vorsichtig hineingeben und für 1 bis 2 Minuten frittieren. Anschließend drehen und von der anderen Seite ebenfalls für 1 bis 2 Minuten frittieren und herausnehmen.
  9. Auf einem mit Küchenpapier ausgelegtem Teller abtropfen lassen und zum Abkühlen auf ein Kuchenrost legen.
  10. Abgekühlte Donuts nach Belieben dekorieren (siehe Toppings). Am besten schmecken sie frisch, lassen sich aber auch gut einfrieren.

8 Topping Ideen

Donuts selber machen mit Schokoguss und Zuckerperlen
Donuts mit Schokoglasur und Zuckerperlen
  • Zuckerüberzug: Die warmen Donuts je nach Geschmack mit Puderzucker bestäuben oder in Kristallzucker bzw. einer Mischung aus Zimt und Zucker wälzen.
  • Zuckerglasur: 80 g geschmolzene Butter mit 1 ½ Teelöffeln Vanilleextrakt, 540 g Puderzucker, 180 ml Milch und einer Prise Salze in einer Schüssel glatt rühren und Donuts mit der Glasur überziehen.
  • Schokoglasur: 100 g Kuvertüre-Schokolade mit 20 g Butter schmelzen. 30 ml Milch zufügen und 30 g Puderzucker unterrühren. Donuts glasieren und nach Geschmack mit Streuseln verzieren.
  • Fruchtglasur: 4 Esslöffel TK-Himbeeren auftauen und pürieren. Anschließend 150 g Puderzucker hinzufügen und zu einer homogenen Masse verrühren. Donuts glasieren und zum Beispiel mit Kokosraspeln verfeinern.
  • Bunte Zuckerperlen Glasur: 180 g Puderzucker mit 30 ml Milch, ½ Teelöffel Vanilleextrakt und 10 Tropfen Lebensmittelfarbe mischen. Donuts damit überziehen und mit Zuckerperlen bestreuen.
  • Pistazien-Glasur: Abrieb einer halben Orange mit 6 Esslöffel frisch gepressten Orangensaft und 250 g Puderzucker verrühren. Donuts glasieren und mit gehackten Pistazien bestreuen.
  • Karamell-Glasur: 100 g Frischkäse, 2 Esslöffel Puderzucker, 50 g weiche Butter und 1 Teelöffel Vanillepaste verrühren und auf die ausgekühlten Donuts geben. Anschließend 50 g Karamellstückchen auf einem Brettchen mit einem kleinen, scharfen Messer klein schneiden und auf den Donuts verteilen.
  • Nutella-Mandel-Glasur: 3 ELNutella, 45 ml Milch, ½ Teelöffel Vanilleextrakt in einem Topf schmelzen lassen. 100 g Puderzucker einrühren und die Donuts mit der Glasur überziehen. Mit Mandelsplittern bestreuen.

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