Kochkurs

Ganzer Fisch vom Grill in 4 einfachen Schritten

Gegrillter Fisch

Heute wollen wir euch die Kunst einen ganzen Fisch zu grillen näherbringen, denn tatsächlich ist die Zubereitung von gegrilltem Fisch eine der einfachsten Sachen der Welt, wenn man sich an ein paar Dinge hält. Ebenfalls zeigen sich bei ganzen Fischen die Frischemerkmale viel deutlicher als bei einem Filet. Wem das noch nicht genügt, der lässt sich vielleicht von dem Preisvorteil überzeugen. So sind ganze Fische deutlich günstiger als Filets selbst wenn man das Gewicht von Gräten und des Kopfes mit einrechnet.

Brauche ich einen Fischhalter?

Fischhalter, Fischgriller oder Fischbräter können ein hilfreiches Zubehör sein und man kann mit ihnen wenig falsch machen. Ob man aber tatsächlich einen braucht, ist jedem selbst überlassen. Grundsätzlich kann man einen Fisch auch ohne Zubehör erfolgreich grillen.

Das Schöne an dem Korb ist, dass er das Wenden des Fisches auf dem Grill kinderleicht macht und das Ganze gut zusammenhält. Aber es ist natürlich auch ein weiteres Teil, dass am Ende gereinigt und aufbewahrt werden will. Zudem gilt es zu bedenken, dass der Korb zusätzlich Platz auf dem Grill beansprucht. Wenn Du also versuchst, mehr als eine Sache auf einmal zu grillen, kann er wertvollen Platz auf dem Grillrost wegnehmen. Und die Wahrheit ist, wenn Du die folgenden Tricks zum Grillen eines Fisches kennst, musst Du wirklich keinen dieser Körbe verwenden.

Schritt 1: Grill und Fisch vorbereiten

Das Erste, was man beim Grillen von Fisch tun muss, ist, sowohl den Fisch als auch den Grill vorzubereiten. Am besten nutzt man einen Grill, wo man mehrere Heizzonen für unterschiedliche GrillVariationen zur Verfügung hat. So hat man die Möglichkeit, den Fisch von einem heißeren Bereich des Grills zu einem kühleren zu verlagern. Grundsätzlich sollte man in einem heißeren Bereich des Grills beginnen, da die Haut des Fisches, genau wie in einer Pfanne, weniger wahrscheinlich an einer sehr heißen Oberfläche kleben bleibt. Wenn es sich jedoch um einen großen Fisch handelt und man feststellt, dass die Haut schon anfängt zu verkohlen, obwohl der Fisch aber noch nicht ganz durchgegart ist, ist es gut, wenn man ihn auf eine kühlere Seite schieben kann, um ihn fertig zu garen, ohne dass die Haut komplett verbrennt.

Als Nächstes muss der Grillrost gründlich gereinigt und eingeölt werden. Das ist ein Schritt, den wir bei jedem Grillen empfehlen, aber bei Fisch ist er noch wichtiger – da Fisch empfindlicher ist, reißt er eher, wenn er am Rost klebt, und ein schmutziger, nicht eingeölter Grillrost bleibt viel eher am Fisch kleben als ein glühend heißer, sauberer, geölter.

Zuletzt empfiehlt es sich, den Fisch 20 oder 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank zu holen, damit er Zimmertemperatur annehmen kann. Auf der Haut eines eiskalten Fisches bildet sich eher Kondenswasser, und ein nasser Fisch klebt eher am Grill. Sobald der Fisch nicht mehr eiskalt ist, tupfst Du ihn gründlich trocken, um überschüssige Feuchtigkeit auf der Haut zu entfernen, und füllst diesen beispielsweise mit Zitronenschalen, Knoblauch oder auch Petersilie und würzt ihn zum Schluss innen und außen mit Salz und Pfeffer. Dann noch mit Öl einreiben, wenn ebenfalls ein Anhaften verhindert.

Schritt 2: den Fisch auf den Grill legen

Nachdem der Grill vorgeheizt, der Rost gesäubert und geölt und der Fisch vorbereitet ist, ist es an der Zeit, mit dem Garen zu beginnen. Nutzt Du keinen Fischkorb, legst Du den Fisch zunächst in einem 45°-Winkel auf den Grillrost, so bekommst Du später eine schöne Kreuzschraffur, wenn Du ihn später noch einmal um 90° drehst, und die Position ist ebenfalls eine gute Ausgangsposition, wenn es daran geht, den Fisch zu wenden. Versteife dich keinesfalls auf das Muster, viel wichtiger ist es, am Ende einen perfekt gegarten Fisch zu haben. Zuletzt solltest Du noch darauf achten, die die Rückenseite des Fisches näher an den heißen Kohlen zu platzieren, da dies der dickere Teil des Fisches ist und am längsten zum Garen braucht.

Schritt 3: Zeit zum Wenden

Zu wissen, wann der Fisch gewendet werden soll, ist ein bisschen ein Ratespiel. Im Allgemeinen sollte man definitiv warten, bis die Haut schön gebräunt ist, bevor man versucht, den Fisch zu wenden. Jetzt fehlt nur noch das richtige Werkzeug. Die meisten Leute versuchen, einen Fisch auf dem Grill mit einem Pfannenwender zu wenden, aber das ist sehr schwierig: Man muss den Pfannenwender unter den Fisch schieben, und wenn der Fisch kleben bleibt, merkt man das erst, wenn man ihn bereits halb zerkleinert hat. Andere verwenden eine Zange, aber auch das birgt viele Gefahren. Stattdessen würden wir empfehlen, eine Tranchiergabel zu verwenden. So kann man die Zinken durch den Grillrost nach unten führen und versuchen, den Fisch von unten anzuheben. Wenn er sich wehrt, sofort aufhören und noch etwas garen, bis sich die Haut löst. Wenn er fertig ist, wird sich der Fisch leicht anheben lassen vorausgesetzt Grill und Fisch waren gut vorbereitet. Merkst Du, dass der Fisch zum Wenden bereit ist, kannst du ihn seitlich mit einem Pfannenwender abstützen und auffangen, wenn Du die Wendung vollendest.

Jetzt musst Du nur noch abwarten, bis der Fisch gar ist. Verwendest Du ein Thermometer, sollte dieses an der dicksten Stelle 57 °C anzeigen. Aber auch hier gilt, wenn Du meinst, dass die Haut zu braun ist, bevor der Fisch durchgebraten ist, hebe ihn einfach mit der Tranchiergabel an und lege ihn zum Fertigstellen in einen kühleren Teil des Grills.

Schritt 4: Servieren

Fisch

Sobald der Fisch fertig ist, lasse ihn etwa fünf Minuten ruhen und tranchiere ihn.

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