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Ravioli selber machen: Narrensichere Schritt für Schritt Anleitung

Ravioli selber machen

Heute präsentieren wir Dir eine ultimative Anleitung zum Ravioli selber machen von Grund auf. Schritt für Schritt zeigen wir Dir, worauf es ankommt, und geben viele hilfreiche Tipps in Bezug auf verschiedene Werkzeuge und die Wahl der Füllung.

Ravioli selber machen kann ein wenig arbeitsintensiv sein, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Seidig-butterige, frische Pasta, gefüllt mit einer unglaublichen Füllung und geschwenkt in einer schönen Soße. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Nicht mit unserem Schritt für Schritt Guide!

Werkzeuge

Es gibt 3 Hauptwerkzeuge, die verwendet werden können, um hausgemachte Ravioli zu machen:

Ravioli-Rad oder Pasta-Räder – dies ist ein kleines Rad mit einem gewellten Rand, mit dem Du handgefüllte Ravioli schneiden kanns. Die Größe und Form dabei Dir überlassen!

Ravioli-Stempel oder -Ausstecher – Ravioli-Stempel bzw. Ravioli-Ausstecher gibt es in allen möglichen Formen und Größen, die gängigsten Formen sind Quadrate und Kreise. Lege den Ausstecher über die gefüllte Pasta und schneide damit die Ravioli aus.

Ravioli-Brett – dies ist ein superhilfreiches Werkzeug und hilft wirklich dabei, die Ravioli gleichmäßig zu halten, wenn das das ist, wonach Du suchst. Weitere Details zur Verwendung findest Du im Abschnitt “Füllen und Versiegeln von Ravioli“.

Ravioli selber machen: Narrensichere Schritt für Schritt Anleitung 1
Utensilien zum Ravioli selber machen

Pasta-Herstellung

Das Geheimnis der BESTEN hausgemachten Ravioli ist natürlich eine gute Pasta! Bevor Du also mit der Zubereitung der Ravioli beginnen kannst, muss zunächst ein Ei-Nudelteig hergestellt werden. Hierzu kannst Du dich an die allgemeine Regel halten, dass pro 100 g 00‘ Mehl 1 großes Ei verwendet wird. Für einen etwas intensiveren Geschmack, kannst Du auch noch ein zusätzliches Eigelb hinzugeben. Um also zum Beispiel Ravioli für 6 Personen zu machen, verwendest Du 3 große Eier, 300 g 00′-Mehl und 1 Eigelb.

Top-Tipp: Eine Nudelmaschine ist eine riesige Zeitersparnis und wer öfters plant, Pasta selbst zu machen, sollte darüber nachdenken, sich eine anzuschaffen. Natürlich kannst Du den Teig aber auch mit einer Teigrolle und etwas Muskelkraft ausrollen.

Wie dünn sollte ich meinen Nudelteig ausrollen?

Bei Benutzung einer Nudelmaschine kannst Du die Nudeln auf Nummer 6 oder 7 ausrollen. So hat die Pasta immer noch einen schönen Biss und ist etwas leichter handzuhaben und zu füllen. Alternativ kannst Du auch mit einer Teigrolle und Teigstäben den Teig auf eine gleichmäßige Dicke von 2 mm rollen. Natürlich kannst Du den Teig auch noch Dünner ausrollen, nach ein paar Versuchen, wirst Du schnell merken, welche Dicke Dir am meisten zusagt.

Die Füllung auswählen

Bei der Zubereitung der Ravioli-Füllung gibt es einige wichtige Tipps, die Du beachten solltest;

Achte darauf, dass sie nicht zu nass ist – die Füllung sollte immer pastenartig sein oder die Konsistenz von Ricotta oder Frischkäse haben (nicht zu nass). Wenn die Füllung saftig oder zu nass ist, wird die frische Pasta klebrig und bleibt höchstwahrscheinlich an der Arbeitsfläche kleben.

Ebenso sollte die Füllung nicht zu rau sein – eine raue Füllung könnte die Nudeln durchlöchern, was eine Katastrophe wäre, wenn Du sie kochst. Die Füllung würde auslaufen oder es würde zu viel Wasser eindringen, was die Ravioli geschmacklos macht.

Hier sind einige unserer Lieblingsfüllungen und Ideen, die Du gerne ausprobieren kannst;

  • Pilzravioli mit Parmesan-Sahnesoße
  • Spinat und Ricotta
  • Burrata
  • Stracchino
  • Prosciutto
  • Butternuss-Kürbis

Füllen und Versiegeln von Ravioli – 3 Möglichkeiten

Verwendung eines Ravioli-Bretts

Ein wichtiger Tipp bei der Verwendung eines Ravioli-Bretts ist, die Form leicht mit Grieß oder 00-Mehl zu bestäuben, damit die Nudeln nicht daran kleben bleiben. Ansonsten gehe wie folgt vor:

Lege das Nudelblatt direkt über die Form und achte darauf, dass alle Ränder ausreichend überlappen. Nun legst Du den (Kunststoff-)Einsatz über das Nudelblatt und drückst diesen leicht an, um kleine Taschen/Mulden für die Füllung zu bilden. Nun füllst Du die Taschen mit der gewünschten Füllung (1 gehäufter Teelöffel ist normalerweise ausreichend) und pinselst etwas Eigelb an die Kanten. Anschließend mit einem zweiten Nudelblatt bedecken und dieses leicht andrücken, um die Luft herauszudrücken. Rolle jetzt mit einer kleinen Teigrolle über das Ravioli-Brett, bis der überstehende Teig abgetrennt wird. Entferne diesen und drehe das Ravioli-Brett, um die Ravioli zu entnehmen. Wenn sie herausfallen, hast Du perfekt gefüllte Ravioli, die zum Kochen bereit sind!

Ravioli selber machen

Verwenden von Ravioli-Ausstechern

Lege das erste Nudelblatt auf eine saubere, mit (Grieß-)Mehl bestäubte Fläche. Drücke nun den Ausstecher Deiner Wahl leicht auf die Nudelplatte, damit Du eine grobe Orientierung hast, wo Du die Füllung platzieren willst. Achtung, die Nudelplatte soll nicht eingeschnitten werden. Es geht hier nur um eine leichte Markierung! Gebe dann die Füllung (etwa 1 gehäufter Teelöffel) in die Mitte jeder Ravioli-Markierung. Lege als Nächstes ein zweites Nudelblatt direkt über das erste und verwende Deine Hände, um die Füllung zu umschließen. Drücke dabei leicht, um die Nudeln zu versiegeln und die Luft herauszulassen.

Tipp: Wenn die Nudeln nicht zusammenhalten, kannst Du sie zum Verschließen ganz leicht mit Wasser oder Eigelb betupfen.

Zum Schluss schneidest Du die Ravioli mit dem gewünschten Ravioli-Ausstecher aus – fertig.

Frei Hand (mit einem Raviolischneider)

Lege zunächst ein Nudelblatt aus und verteile die Füllung Deiner Wahl in einem Abstand von etwa zwei Fingerbreiten. Die Menge der Füllung hängt von der Größe der Ravioli ab, die Du machen willst, aber normalerweise genügt auch hier 1 gehäufter Teelöffel pro Ravioli. Lege als Nächstes das zweite Nudelblatt direkt über das erste und drücke die Füllung mit den Händen leicht an, um sie zu versiegeln, während Du die Luft herausdrückst. Schneide schließlich mit einem Raviolischneider die Seiten der Pasta ab und schneide sie in einzelne Quadrate. Du kannst die Ravioli nach dem Schneiden ordentlich zurechtschneiden und ggf. verkleinern.

Tipp: Wenn Du keinen Raviolischneider hast, kannst Du einen Pizzaschneider oder ein Messer verwenden, aber Du erhältst dann natürlich nicht die schön gewellten Ränder.

Tipps zur Auswahl der besten Soße

Bei der Wahl der Soße gibt es keine Grenzen. Du kannst hier alles wählen, was Dir schmeckt, von einer authentischen italienischen Tomatensoße über Kräuter-Knoblauch-Butter-Pasta-Soße bis hin zu Sahnesoße oder Ragù.

Die Liste ist wirklich endlos. Zu unseren Lieblingen gehört die Parmesan-Sahne-Soße, die ganz hervorragend zu Pilzravioli passt, so lecker!

Das Wichtigste ist, dass die Soße die Füllung nicht überwältigen sollte!

Kann man hausgemachte Ravioli im Voraus zubereiten?

Wenn Du die Ravioli nur ein paar Stunden im Voraus zubereitest, kannst Du sie auf ein mit Grießmehl bestäubtes Brett oder einen Teller legen und mit einem sauberen Küchentuch abdecken.

Wenn Du die Ravioli einen Tag oder länger im Voraus zubereiten willst, müsstest Du sie jedoch einfrieren. Zum Einfrieren der Ravioli – lege diese nebeneinander auf ein Brett und frieren sie ein. Sobald sie gefroren sind, kannst Du sie in einen Gefrierbeutel oder ein anderes Gefäß umfüllen, um Platz zu sparen. Auf diese Weise kleben sie nicht aneinander.

Möchtest Du die Ravioli zubereiten, kannst Du die gefrorenen Ravioli direkt in kochendes Salzwasser geben. Ein Auftauen ist nicht notwendig und würde vermutlich dafür sorgen, dass die Nudeln zusammenkleben.

Top-Tipps für die Zubereitung von hausgemachten italienischen Ravioli

  • Stelle sicher, dass Du reichlich (Grieß-)Mehl zur Verfügung hast, damit die Ravioli bei der Zubereitung nicht festkleben.
  • Achte darauf, dass die Füllung nicht zu nass oder rau ist, sie sollte immer glatt sein und keine scharfen Kanten haben.
  • Alle oben genannten Hilfsmittel erleichtern die Herstellung von selbst gemachten Ravioli, aber Du kannst die gleichen Ergebnisse auch mit einem Nudelholz, einem Messer, einem Keksausstecher oder einem Pizzarad erzielen (und ein wenig mehr Mühe).

Hausgemachte Pilz-Ravioli in Parmesan-Sahnesoße

Ravioli selber machen: Narrensichere Schritt für Schritt Anleitung 2

Zutaten

Nudelteig

  • 300 g Mehl 00‘
  • 3 Eier (L)
  • 1 Eigelb

Füllung

  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 500 g Steinpilze o. Champignons, in Scheiben geschnitten
  • 2 Schalotten, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Zweig Thymian
  • 1 gehäufter Esslöffel Ricotta
  • 2 Esslöffel Parmesan frisch gerieben
  • Salz und Pfeffer zum Würzen

Soße

  • ½ Esslöffel Olivenöl
  • 1 Becher (250 ml) Doppelrahm
  • 2 EL Parmesan, frisch gerieben
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 1 Zweig Thymian
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

Füllung

  1. Erhitze 1 EL Olivenöl in einer mittelgroßen Pfanne. Sobald es heiß ist, füge die fein gehackten Schalotten hinzu und brate diese an, bis sie weich und glasig sind.
  2. Füge die gehackten Steinpilze hinzu und koche sie ein, bis sie geschrumpft und schön weich sind. Den Knoblauch und den Thymian sowie eine gute Prise Salz und Pfeffer hinzugeben und für 1 bis 2 Minuten anbraten. Beiseite stellen und 5 Minuten abkühlen lassen.
  3. Gebe die abgekühlte Pilzmischung mit Parmesan und Ricotta in einen Zerkleinerer und mixe, bis die Masse glatt und pastenartig ist. Alternativ geht auch ein Stabmixer.

Nudelteig

  1. Gebe das Mehl auf eine saubere Arbeitsfläche, mache eine Vertiefung in der Mitte und füge die Eier sowie das Eigelb hinzu.
  2. Verquirle die Eier mit einer Gabel, während Du das Mehl langsam einarbeitest, bis es sich zu einem sehr groben Teig verbindet. Sobald das meiste Ei eingearbeitet ist, nimm Deine Hände zur Hilfe und kneten den Teig zu einer Kugel zusammen.
  3. Knete den Teig 10 Minuten lang, bis er glatt und geschmeidig ist. Wickele den Teig in Frischhaltefolie ein und lasse ihn 30 Minuten lang außerhalb des Kühlschranks ruhen.
  4. Sobald der Teig geruht hat, ist es Zeit, ihn auszurollen und zu füllen. Wie Du hier am besten vorgehst, findest Du in unserem Beitrag.

Soße

  1. Erhitze ein wenig Olivenöl in einer großen Pfanne und brate den gehackten Knoblauch etwa 1 Minute lang an. Füge Sahne, Thymian, Muskatnuss, Salz und Pfeffer hinzu. Umrühren und zum Kochen bringen.
  2. Lasse es 30 bis 40 Sekunden kochen, schalte dann auf niedrige Stufe und füge den frisch geriebenen Parmesan hinzu. Rühre, bis die Soße leicht angedickt ist, schalte die Hitze ab und gebe die gekochten Ravioli mit einem Schaumlöffel direkt aus dem Wasser in die Soße.

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