Kochkurs

Zitronenkuchen mit Öl: So wird er richtig saftig

Zitronenkuchen

Ein Zitronenkuchen geht einfach immer, oder? Egal ob als schnelles Frühstück bei Starbucks oder als leckere Erfrischung auf der Kaffeetafel bei Omi. Dabei ist vor allem eines wichtig, dass der Zitronenkuchen schön saftig ist und angenehm nach Zitrone schmeckt. Doch was genau steckt eigentlich hinter dem Geheimnis von perfekten Zitronenkuchen? Welche Zutaten sind unverzichtbar? Was hat es mit dem Tränken von Zitronenkuchen auf sich und welcher Guss ist der Richtige? Wir gehen diesen Fragen nach und zeigen Dir, wie Du den besten Zitronenkuchen der Welt backst.

Butter oder Öl?

Zitronenkuchen besteht meist aus einem schnell zusammengerührten Rührteig bzw. Rührmasse. Butter oder Margarine ist dabei aufgrund der guten Back- und Kocheigenschaften sowie wegen ihres Aromas fast unverzichtbar. Aber auch nur fast. Inzwischen schwören viele auf Öl. Das mag für den einen oder anderen noch etwas befremdlich wirken, schließlich hieß es früher immer: „Guter Kuchen muss mit echter Butter gemacht werden“. Allerdings kann sich das Ergebnis mit Öl durchaus sehen lassen. Wichtig ist bei der Verwendung von Öl nur, dass man in den Rührteig zusätzlich Flüssigkeit hinzugibt. Da Butter zu 15 Prozent aus Wasser besteht, Öl aber nicht würde der Kuchen am Ende trocken werden, da ihm Feuchtigkeit fehlt. Ebenso solltest Du ausschließlich geschmacksneutrales Öl, wie Sonnenblumen- oder Rapsöl verwenden. Was ist jetzt besser? Nun, nach einigen Versuchen und Verkostungen waren wir uns einig, dass der Zitronenkuchen mit Öl an Saftigkeit nicht zu schlagen ist. Zu unserem Rezept kommst du hier.

Tränken?

Das Internet ist voll mit Geheimtipps, um den gebackenen Zitronenkuchen noch saftiger zu bekommen. Damit Du dich nicht durch unzählige Seiten klicken musst, um am Ende dann doch wieder nur enttäuscht zu werden, haben wir das für dich übernommen und präsentieren Dir hier den einzig wahren ultimativen Tipp: Zitronenkuchen tränken. Vergiss alles, was Du bisher gelesen hast. Tränken ist die Lösung, um Deinen Zitronenkuchen aufs nächste Saftigkeitslevel zu bringen. Hierfür den Kuchen nach dem Backen, noch warm mehrfach mit einem Holzstäbchen einstechen. 5 EL Puderzucker mit 5 EL Zitronensaft verrühren und über den angepieksten Zitronenkuchen gießen. Glaub uns, das Ergebnis kannst Du nicht in Worte fassen.

Rührteig 1×1

Die Zutaten sind das eine, die richtige Zubereitung das andere. Obwohl Rührteig im Vergleich zu einer Biskuitmasse deutlich einfacher herzustellen ist, gibt es doch ein paar Dinge zu beachten, damit der Rührteig nicht zu trocken wird, gerinnt oder aber überhaupt nicht aufgeht.

  1. Rührteig mit Öl (und Flüssigkeit) zubereiten. Raps- oder Sonnenblumenöl sind ideal. Für die Flüssigkeit kannst Du bei Zitronenkuchen auf Orangensaft zurückgreifen. Ansonsten sind auch Milch, Apfelmus, Mineralwasser oder Quark empfehlenswert.
  2. Eier und Zucker richtig schaumig schlagen. Die Eier müssen dabei nacheinander untergerührt werden. Und zwar jedes Ei für mindestens eine halbe Minute.
  3. Backpulver und Mehl vor dem Unterrühren miteinander vermengen. Anschließend nur kurz unter den Teig heben, dass gerade so ein Teig zusammenkommt.

Welche Form?

Gugelhupf, Kasten- oder Kranzform? Das entscheidest du alleine. Je nach persönlicher Vorliebe kannst Du die Form auswählen, die Dir am liebsten ist. Auch das Material Deiner Backform kannst Du selbst wählen. So lässt sich der Kuchen aus Silikonformen meist leichter lösen und auch die Reinigung erfolgt einfach in der Spülmaschine. Dafür sind Formen aus Metall stabiler und leiten die Wärme besser. Egal wie Du dich entscheidest, wichtig ist nur, die Backzeit und die Teigmenge entsprechend anzupassen. So benötigt ein Zitronenkuchen in einem Gugelhupf mit 22 cm Durchmesser um die 60 Minuten bei 160 °C Umluft, und in einer Kastenform 45 bis 50 Minuten bei 180 °C Ober-/Unterhitze. Im Zweifel solltest Du den Kuchen jedenfalls lieber zu früh als zu spät aus dem Ofen nehmen und den Stäbchentest machen, um den Kuchen zur Not noch mal für 5 Minuten in den Ofen zu geben, falls noch etwas Teig am Stäbchen hängt.

Rezept für saftigen Zitronenkuchen

Zitronenkuchen mit Öl
Saftiger Zitronenkuchen mit Öl

Für den Teig

  • 2 Zitronen
  • 4 Eier
  • 150 g Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Pck. Vanillezucker
  • 200 ml Raps- oder Sonnenblumenöl
  • 200 ml Orangensaft
  • 300 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz

Für die Tränke

  • 2 Zitronen
  • 5 EL Puderzucker

Für den Zuckerguss

  • 200 g Puderzucker
  • 1 Zitrone

Zubereitung

  1. Backofen auf 200 °C (Umluft) vorheizen. Kastenform (30 cm Länge) einfetten.
  2. Eine (Bio-)Zitrone heiß abspülen und die Schale abreiben. Saft von beiden Zitronen auspressen.
  3. Eier nach und nach mit Zucker und Vanilleextrakt/Vanillezucker für 2 bis 4 Minuten schaumig schlagen.
  4. Öl mit 6 EL Zitronensaft und dem Orangensaft vermischen. Anschließend zu der Eier-Zucker-Masse geben.
  5. Mehl mit Backpulver und einer Prise Salz vermengen und zusammen mit der Zitronenschale unter die Masse heben.
  6. Teig in die Form füllen und im vorgeheizten Ofen 50-60 Minuten backen.
  7. Nach dem Backen, den warmen Kuchen mit einem Holzstäbchen mehrfach tief einstechen. Für die Tränke 5 EL Zitronensaft mit Puderzucker glatt rühren und über den Kuchen gießen.
  8. Nach dem Erkalten mit Zuckerguss garnieren. Hierfür 4 EL frisch gepressten Zitronensaft mit Puderzucker verrühren und den Guss gleichmäßig auf dem Kuchen verstreichen. Nach Belieben noch mit Zitronenscheiben dekorieren.

Zuckerguss ja oder nein?

In erster Linie ist das natürlich Geschmacksache. Für uns gehört aber zu einem Zitronenkuchen ganz klar ein Zuckerguss. Hier meinen wir nicht die Tränke. Diese ist im Vergleich zum Guss flüssig und kommt direkt nach dem Backen über Deinen Kuchen. Für den Zuckerguss hingegen musst du warten, bis er abgekühlt ist. Zudem ist dieser viel dickflüssiger. Zuckerguss wird einfach aus Puderzucker und Zitronensaft oder Milch, für eine besonders deckend weiße Farbe, hergestellt. Da der Zuckerguss nicht zu flüssig sein soll, taste dich in kleinen Schritten mit dem Zitronensaft oder Milch ran.

Zitronenkuchen über Tage saftig halten

Falls es Dir wie uns geht und Du zu Zuckerguss auch nicht Nein sagen kannst, hast Du schon alles, was Du brauchst. Der Zuckerguss verschließt nämlich die Oberfläche des Kuchens und er trocknet nicht so schnell aus. Wenn du kein so süßes Schleckermäulchen bist und den Zitronenkuchen lieber pur genießt, bewahre den Kuchen in einer verschließbaren Kuchenbox auf und schneide ihn in der Mitte an. So kannst Du die Hälften immer aneinanderschieben und die Endstücke bleiben saftig.

Zitronenkuchen einfrieren

Da Zitronenkuchen aus Rührteig besteht, ist er auch supergeeignet, um eingefroren zu werden – allerdings ohne Glasur. Am besten schneidest Du den Kuchen in Scheiben. So hast Du sowohl was für den kleinen Hunger als auch, wenn sich spontaner Besuch ankündigt. Zum Auftauen, den Kuchen für 10 Minuten in den vorgeheizten Backofen bei 100 °C geben. Ofen ausschalten und den Kuchen für weitere 10 Minuten die Nachhitze genießen lassen. Zitronenguss frisch auf dem Kuchen verteilen und tadaaa, wie frisch gebacken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.