Kochkurs

Schokoladenfondue: Gelingsicher mit Tipps und Tricks

Schokoladenfondue

Egal ob Schokoladenfondue, Käsefondue oder Fleischfondue. Wir lieben Sie alle. Man braucht dabei auch keinen besonderen Anlass, wie Valentinstag, Geburtstag oder Silvester. Fondue schmeckt immer und ist einfach ein großartiges Erlebnis, um mit seinen Liebsten einfach mal in Ruhe zusammen zu sitzen und den Alltag hinter sich zu lassen. Während wir in unserem Beitrag zu Käsefondue gezeigt haben, wie dieses auch ganz lecker ohne Alkohol zubereitet werden kann, zeigen wir Dir heute ein einfaches Rezept für Schokoladenfondue mit vielen Tipps und Tricks, worauf zu achten musst.

Welche Schokolade ist die richtige?

Schokolade für Schokoladenfondue

Qualität, Schmelzpunkt, Kakaogehalt

Die Auswahl an Schokolade ist schier unendlich. Worauf sollte man also achten, wenn man keine Fondue-Schokolade verwenden möchte? Zum einen, sollte man darauf achten, Schokolade von hoher Qualität zu nehmen. Schließlich ist es die Hauptzutat im Schokoladenfondue. Leider enthält nicht so qualitativ hochwertige Schokolade oft viel Zucker und ist im geschmolzenen Zustand nicht so homogen wie hochwertige Schokolade. Zum anderen ist es wichtig, auf den Kakaogehalt zu achten. Denn dieser ist ausschlaggebend für den Schmelzpunkt. So lässt sich sagen, dass je höher der Anteil von Kakao in einer Schokolade ist, desto höher liegt der Schmelzpunkt. Nimmt man also dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil, muss man auch eine höhere Temperatur schaffen, damit die Schokolade schmelzen kann. Im Gegensatz dazu schmilzt weiße Schokolade bereits bei knapp 30 °C, da diese Kakaobutter statt Kakao enthält.

Geschmack

Natürlich spielt es bei der Wahl der Schokolade auch eine Rolle, was man am Ende in das Schokoladenfondue eintauchen möchte. So passt zu Lebensmitteln mit einem süßeren Geschmack eher zartbitter Schokolade mit 70 % Kakaoanteil während zu anderen Zutaten besser Vollmilch oder sogar weiße Schokolade passt. Eine tolle Referenz sind Erdbeeren. Sie haben einen recht ausgewogenen Geschmack und lassen sich gut mit fast jeder Art von Schokolade kombinieren. So kannst du rausfinden, ob du eher zu dunklerer und weniger süßen oder zu süßeren Schokoladen tendierst.

Welche Schokolade man meiden sollte

Grundsätzlich solltest Du von Schokolade mit Füllung abstand nehmen. Das Problem hier ist, dass die Füllung meist nicht unter denselben Temperaturbedingungen wie die Schokolade selbst schmilzt. Lass ebenso die Finger von Blockschokolade. Diese ist eher zum Kochen und Backen geeignet und auch aufgrund des geringen Fettgehalts weniger für Schokoladenfondue geeignet. Abgesehen von Schokolade mit Füllung und Blockschokolade ist auch Kuvertüre nicht wirklich zu empfehlen. Zwar hat diese aufgrund ihres Fettgehalts eine gute Schmelzeigenschaft, ist aber trotzdem geschmacklich nicht mit hochwertiger Schokolade zu vergleichen. Der Fettgehalt ist hier ebenfalls kein Argument, denn oft wird sowieso noch Sahne oder Kokosfett beigemischt, sodass man sich diesbezüglich keine Sorgen machen muss. Fazit: Kuvertüre kann zwar verwendet werden, ist aber eher nicht zu empfehlen.

Wie wird die Schokolade geschmolzen?

Hat man sich für passende Schokolade entschieden, bleibt natürlich noch die Frage, wie wird diese nun geschmolzen? Hier haben sich die folgenden drei Möglichkeiten bewährt.

Schokofondue-Set mit Kerze

Diese Sets sind meist sehr klein und eignen sich perfekt für ein romantisches Candle-Light-Dinner zu zweit. Unten stehen meist ein Teelicht oder eine Kerze, die einen darüberliegenden Keramik- oder Porzellan-Topf, der mit Schokolade gefüllt ist, erwärmt. Nachteil hier ist, dass die Hitze nicht regulierbar ist und die Menge an Schokolade wohl nur als Nachtisch reicht. Wer Schokolade satt will, sollte also lieber zu den folgenden Ausstattungen greifen. Positiv sei aber noch hervorgehoben, dass die kleinen Sets schnell aufgebaut sind.

Elektrisches Fondue-Set

Ein elektrisches Fondue-Set bietet sich an, wenn man für mehrere Leute Schokoladenfondue zubereiten möchte und auch mit verschiedenen Schokoladen etwas rumprobieren möchte. Da die Hitze besser regulierbar ist, lässt sich die Hitze auf viele verschiedenen Schokoladen anpassen und auch für Schokoladen mit höheren Kakaoanteilen lässt sich so der perfekte Schmelzpunkt finden.

Schokobrunnen

Wenn es etwas extravaganter sein darf, ist ein Schokobrunnen natürlich ein absolutes Muss. Der Vorteil ist, dass nichts anbrennen kann, da die Schokolade immer in Bewegung ist. So entfällt auch das gelegentliche Umrühren. Zudem ist ein Schokobrunnen ein echter Hingucker, denn die fließende und hinabfallende Schokolade kann einen in den Bann ziehen. Also beim nächsten Geburtstag gerne mal ausprobieren und anstatt der üblichen Kaffeetafel mal einen Schokobrunnen aufstellen.

Was kann man alles eintauchen?

Obst

Die klassische Beilage sind natürliche Früchte. Sie bilden den perfekten Kontrast zu der süßen Schokolade. Am besten schmecken natürlich Früchte, die in Saison sind, da sie den perfekten Reifegrad haben. Wichtig ist auch, dass das Obst nicht zu nass ist, da die Schokoladen sonst an Cremigkeit verliert. Hier mal ein Überblick über passende Obstsorten:

  • Ananas
  • Äpfel
  • Aprikosen
  • Bananen
  • Birnen
  • Erdbeeren
  • Kirschen
  • Kiwis
  • Mandarinen
  • Mangos
  • Nektarinen
  • Orangen
  • Pfirsiche
  • Pflaumen
  • Physalis
  • Trauben

So gut Beeren auch mit Schokolade harmonieren, sollte man vorsichtig sein, denn besonders kleine Beeren, wie Himbeeren, Brombeeren oder Johannisbeeren rutschen schnell von der Fondue-Gabel. Vorsichtiger sollte man bei Zitrusfrüchten, wie Grapefruit, Granatapfel und Zitronen sein. Diese sind aufgrund ihrer Säure meist weniger für den Einsatz im Schokobrunnen geeignet. Falls Du außerdem nicht sofort an Diabetes erkranken willst, solltest Du die Finger von getrocknetem Obst lassen, denn diese sind viel zu süß.

Süßes

Klar ist Obst die gesündere Wahl aber, wenn der Schokobrunnen am Geburtstag ausgepackt wird, soll er ja vor allem glücklich machen. Wenn man also nicht gerade auf Diät ist, kann man noch die folgenden Tauchobjekte ins Auge fassen:

  • Butterkekse
  • Eis
  • Gummibärchen
  • Hefegebäck
  • Mashmallows
  • Marzipankugeln
  • Salzstangen
  • Waffeln
  • Walnüssen
  • Zwieback

Toppings

Schokoladenfondue: Gelingsicher mit Tipps und Tricks 1

Wenn Du noch eine Schippe drauflegen willst, kannst Du auch noch verschiedene Toppings auf den Tisch stellen, in die Du die in Schokolade gehüllten Zutaten noch wälzen kannst. Hier eignen sich beispielsweise Kokosraspeln, Zuckerstreusel oder auch Krokant.

Leckeres Rezept für Anfänger

Zutaten

  • 300 g Halbbitterschokolade, kleingehackt
  • 70 g Sahne
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • Verschiedene Tauchobjekte wie Früchte, Kekse etc.

Zubereitung

  1. Gib die Schokolade zusammen mit der Milch in einen Topf und erhitze alles auf niedriger Stufe unter häufigem Rühren, bis die Schokolade vollständig geschmolzen und die Mischung schön glatt ist. Lasse die Schokolade auf gar keinen Fall kochen und halte die Kochtemperatur niedrig.
  2. Gib nun den Vanilleextrakt hinzu und rühre es gut unter. Gib bei Bedarf esslöffelweise noch Sahne oder Milch hinzu, wenn die Masse zu dickflüssig ist.
  3. Anschließend in einen Fonduetopf umfüllen und mit dem Eintauchen starten.

Schokoladenfondue SOS

Die Schokolade schmilzt nicht richtig

Damit die Schokolade gut und schnell schmelzen kann, ist es wichtig, diese vorher mit einem großen, scharfen Messer klein zu hacken. Im Anschluss hast Du drei Möglichkeiten. Entweder in der Mikrowelle, im Topf oder im Wasserbad. Wobei das Wasserbad der schonendste Vorgang ist, denn Schokolade verträgt keine hohen Temperaturen – ca. 55 °C (dunkle Schokolade) – 45 °C (helle Schokolade). Bei der Mikrowelle und im Topf muss man deutlich mehr aufpassen.

Die Schokolade ist angebrannt

Ist die Schokolade angebrannt, hilft leider nur noch neu starten. Du kannst das Anbrennen aber vermeiden, indem du die Schokolade regelmäßig umrührst. Alternativ kannst Du auch etwas Kokosfett oder mehr Sahne hinzugeben. Der beste Weg, um ein Anbrennen allerdings zu vermeiden, ist die Schokolade vorher im Wasserbad zu schmelzen.

Die Schokolade ist nicht cremig genug

Schokolade alleine macht noch kein Schokofondue. Erst durch die Beigabe zusätzlicher Flüssigkeit kannst Du den vollen Geschmack und die maximale Cremigkeit aus der Schokolade rausholen. Gib Deiner Mischung also stets Sahne, ungesalzene Butter, Schmand oder Crème double bei. Essen keine Kinder mit, kannst Du alternativ auch etwas weniger Sahne nehmen und dafür noch mit zwei Esslöffel Alkohol nachhelfen. Hier können wir Amaretto, Cognac, Eierlikör oder auch Whiskey empfehlen. Probiere aber ruhig selbst etwas herum.

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