Kochkurs

Sushi selber machen: Tipps, Tricks und Toppings

Sushi

Die Einkaufsliste für selbstgemachtes Sushi scheint zunächst schier unendlich und teuer. Jedoch halten viele Zutaten, wie Nori, Sushi-Reis und Essig eine gefühlte Ewigkeit im Vorratsschrank und können oft wiederverwendet werden. So hat man am Ende 4 bis 6 Sushi-Abendessen zum Preis von einem Restaurantbesuch. Was aber noch viel mehr wert ist, ist der Spaß, den man beim Sushi Selbermachen hat. Neben Wraps und Tacos ist Sushi übrigens perfekt geeignet, um Gästen, ganz gesellschaftlich akzeptabel, selbst ihr Essen zuzubereiten lassen. Einfach alle Zutaten auf den Tisch stellen und jeder kreiert seine eigenen Röllchen.

In unserem Beitrag führen wir Dich heute Schritt für Schritt zu selbstgemachtem Sushi. Lass dich dabei nicht einschüchtern – Sushi zu rollen ist 100x einfacher, als es aussieht. Deine Röllchen können beim ersten Versuch vermutlich nicht mit einem 3-Sterne-Restaurant mithalten aber lange wird es nicht dauern, da sind Deine Sushi-Kreationen so hübsch, dass Du gar nicht mehr aufhören kannst sie auf Instagram zu posten.

Grundzutaten

Diese Zutaten bilden die Basis:

  • Sushi-Reis
  • Bambusmatte
  • Nori (Seetang für Sushi)
  • Salzreduzierte Sojasoße
  • Geröstete Sesamkörner
  • Sriracha-Soße
  • Wasabi + eingelegter Ingwer (Optional)

Diese Zutaten findest Du inzwischen in jedem gut sortierten Supermarkt oder im lokalen Asia-Laden, wenn Du einen hast. Oft gibt es auch spezielle Sushi-Ecken, wo die Sachen dann alle beisammenstehen. Hast Du diese Zutaten von Deiner Einkaufsliste gestrichen, geht es an die frischen Zutaten.

Was kann noch alles rein?

Der Fantasie sind hier eigentlich keine Grenzen gesetzt. Unsere Lieblingszutaten für Sushi sind:

  • Avocado
  • Spargel
  • Frühlingszwiebel
  • Karotten
  • Paprika
  • Rote Zwiebel
  • Radieschen
  • Süßkartoffel

In Bezug auf Obst sind Ananas, Mango, Apfel und Birne perfekt für Sushi geeignet. Für den Proteinschub kannst Du, Shrimps, Thunfisch oder Lachs einrollen. Eine weitere Möglichkeit ist den Sushis Tofu oder Frischkäse beizufügen.

Schritt für Schritt Anleitung

Schritt 1 – Reis kochen

Bevor es ans Reiskochen geht, muss dieser zunächst gewaschen werden. Hierzu eine große Schüssel mit Wasser füllen, den Reis hineingeben und leicht durchrühren. Im Anschluss das Wasser sofort abgießen. Nun erneut frisches, kaltes Wasser hinzugeben und den Reis kurz mit der offenen Hand sanft kneten. Wasser erneut abgießen. Etwa drei- bis viermal wiederholen. Das Wasser sollte nicht mehr undurchsichtig milchig sein.

Nun den gewaschenen Reis in einen Topf mit der gleichen Menge an Wasser geben. Also auf 200 g Reis kommen 200 ml Wasser. Idealerweise lässt Du den Reis noch 30 Minuten einweichen. Hast Du es aber etwas eiliger, kannst Du diesen Schritt auch überspringen. Jetzt kannst Du das Wasser zum Kochen bringen. Sobald es so weit ist, reduziere die Hitze auf ein Minimum und lasse den Reis abgedeckt für 20 Minuten köcheln. Dabei ca. alle 5 Minuten umrühren. Nach 20 Minuten den Reis dann vom Herd nehmen und abgedeckt für 10 Minuten stehen lassen. Der Reis sollte sich fluffig und weich anfühlen. Das schlimmste, was Du deinen Sushis antun kannst, ist wenn der Reis hart und trocken ist. Probiere also den Reis immer, bevor Du ihn verarbeitest.

Natürlich kannst Du auch einfach einen Reiskocher benutzen, der die Arbeit ungemein erleichtert. Aber auch hier den Reis vorher gründlich waschen!

Die Zubereitung des Reises ist im Übrigen der zeitaufwendigste Teil des gesamten Prozesses von selbstgemachtem Sushi. Am besten nutzt Du die Zeit und bereitest schon einmal den Fisch, das Gemüse sowie die Soßen zu.

Schritt 2 – Reis würzen

Damit der Reis seinen typischen Sushi-Geschmack erhält, muss er jetzt noch gewürzt werden. Du kannst hier entweder auf fertig gekauften Sushi-Essig zurückgreifen oder die Mischung selbst machen. Hierzu benötigst Du pro 200 g Sushi-Reis 35 ml Reisessig, 12 g Zucker und 6 g Salz. Die Zutaten gut vermischen und anschließend gleichmäßig über den Reis geben. Mit einem Löffel, idealerweise mit einem japanischen Holzlöffel namens Shamoji, verteilst Du dann den Reis großflächig. Dabei den Reis nicht quetschen, sondern horizontal einstechen und wenden, damit dieser die Gewürzmischung besser aufnehmen kann.

Schritt 3 – Weitere Zutaten vorbereiten

Während der Reis kocht und später dann abkühlt, bereitest Du am besten schon einmal das Gemüse sowie alle weiteren Zutaten für die Füllung vor und schneidest sie in lange Streifen. So ist alles bereit, wenn der Reis fertig ist. Wenn Du magst, kannst Du die Bambusmatte auch in Frischhaltefolie einwickeln, bevor Du das Nori-Blatt darauflegst, so sparst Du dir später das Saubermachen.

Schritt 4 – Inside-out or outside-in

Die beiden beliebtesten Techniken sind Inside-Out-Sushi-Röllchen mit Reis auf der Außenseite oder Outside-In-Röllchen, die mit Nori auf der Außenseite und Reis auf der Innenseite umwickelt sind. Da es einfacher ist Sushi mit Seetang auf der Außenseite zu machen, starten wir mit dieser Technik in unserem Sushi-Tutorial.

Nimm also einen Löffel und streiche eine dünne Schicht Reis auf das Seetangblatt. Für größere Sushis kannst Du auch noch eine zusätzliche Schicht Reis hinzufügen. Wir bevorzugen es allerdings, wenn das Sushi mundgerecht ist. Das kann aber natürlich jeder selbst entscheiden.

Schritt 5 – Füllung platzieren

Platziere die in Streifen geschnittenen Zutaten relativ in der Mitte, sehr nahe beieinander. Hast große Stücke oder besonders viele Zutaten, kannst Du diese auch übereinanderstapeln.

Für Reis auf der Innenseite: Lege das Gemüse und/oder den Fisch auf den Reis

Für Reis auf der Außenseite: Drehe das Nori-Blatt um, sodass der Reis die Frischhaltefolie berührt, und lege dann das Gemüse auf die Seetang-Seite.

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Schritt 6 – Rollen, andrücken, wiederholen

Dieser Schritt ist schwerer zu erklären, als er auszuführen ist. Um die Rolle einzurollen, hebst Du zunächst die Bambusmatte am unteren Ende an und rollst zunächst nur etwa ¼ der Matte ein, sodass die Zutaten in der Mitte verschlossen sind. Alles leicht andrücken, sodass die Rolle klebt. Nun die Bambusmatte wieder entrollen und den Vorgang so lange wiederholen, bis alles gut aufgerollt ist. Zum Schluss alles noch einmal gut andrücken.

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Schritt 7 – Schneiden und Servieren

Bevor es an Essen geht, muss die Sushi-Rolle noch in kleinere mundgerechte Stücke geschnitten werden. Nimm hierfür unbedingt ein extrem scharfes Messer, da die Röllchen sonst schnell zerdrückt werden. Ist alles geschnitten, kannst Du dich an die Toppings und die Soßen machen. Wenn Du Gäste erwartest ist jetzt auch ein guter Zeitpunkt schnell die Eckstückchen wegzunaschen, denn die sind optisch meist kein Hingucker.

Leckere Toppings

  • Chiasamen
  • Sesamkörner
  • Dünne Scheibe Fisch
  • Garnelen- oder Krabbensalat
  • Mandelblättchen
  • Zerkleinerte Pekannüsse
  • Meeresfrüchte
  • Mangoscheiben
  • Avocado

Die Wahl der Sushi-Soße

Natürlich kannst Du die Sushi-Häppchen auch einfach in Soja-Soße tunken. Falls Du trotzdem noch nach weiteren Alternativen suchst, gibt es hier noch einen kleinen Soßen-Überblick:

Scharfe Mayo

  • 1 EL Mayonnaise
  • 1/2 EL Sriracha-Soße

Aal-Soße

  • 60 ml Mirin (japanischer Weißwein)
  • 60 ml salzreduzierte Sojasoße
  • 2 EL Zucker

In einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erhitzen, bis sie dickflüssig wird. (Ca. 10 min)

Ponzu-Soße

Ponzu ist eine zitrusartige Sojasoße mit Zitrone oder Limette. Du kannst sie entweder kaufen oder leicht selbst herstellen, indem du die folgenden Zutaten vermischt:

  • 100 ml Sojasoße
  • 100 ml Zitrussaft (Z. B. 6 EL Zitronensaft + 2 EL Orangensaft)
  • Zitronenschalenabrieb
  • 2 EL Mirin

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