Kochkurs

Topinambur Zubereitung: Alles über die Superknolle

Topinambur

Topin-was? So reagieren viele, wenn sie zum ersten Mal von Topinambur oder auch Jerusalem-Artischocke bzw. Knollensonnenblume hören. Dabei erfährt das Gemüse aktuell eine Renaissance – die, wie wir denken, nicht ganz unbegründet ist. Topinambur ist nämlich ein weiteres heimisches Superfood, das etwas in Vergessenheit geraten ist. Heute wollen wir das ändern und Dir Topinambur etwas näherbringen, den es wertet vor allem den Speiseplan in der kalten Jahreszeit auf und versorgt dich mit wichtigen Nährstoffen. Also los geht es!

Was ist Topinambur?

Topinambur wurde im 17. Jahrhundert von Amerika nach Europa gebracht. Die Pflanze kann bis zu 3 m hoch werden und ähnelt einer Sonnenblume – mit der sie auch verwandt ist. Daher wird sie oft auch als Knollensonnenblume bezeichnet. Die essbare Knolle hingegen erinnert eher an hellen oder – je nach Sorte – violetten Ingwer. In Bezug auf den Geschmack kann man Topinambur am besten mit einer Kartoffel mit fein-nussigem Aroma vergleichen. Leider kam Topinambur gegen den Siegeszug der Kartoffel nicht an und führt jeher eher ein Schattendasein. Inzwischen liest man aber wieder immer öfters von Topinambur und auch in gutsortierten (Bio-)Supermärkten oder auf Wochenmärkten findet sich die Knolle nun häufiger.

Topinambur
Topinambur mit Blüten

Gesundheitliche Vorteile

Topinambur wird häufig auch als Diabetiker-Kartoffel bezeichnet. Denn im Gegensatz zu Kartoffeln enthält die Topinamburknolle keine Stärke, sondern Inulin, das den Blutzuckerspiegel senkt. Zudem hat die Knolle wenig Kalorien und ist reich an Ballaststoffen, was zum einen schnell satt macht und zum anderen sehr wahrscheinlich das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 und weitere ernährungsbedingte Erkrankungen senkt. Aber auch wenn man nicht gerade auf Diät ist, oder Diabetiker ist, ist Topinambur zu empfehlen, denn es enthält viele wichtige Nährstoffe wie Provitamin A, B-Vitaminen, Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen. Zudem werden Darmbakterien gefördert und hierdurch Verdauung und Gesundheit positiv beeinflusst. Bei empfindlichen Personen kann der Verzehr von zu großen Mengen jedoch auch schnell zu Blähungen führen.

Wie verwendet man die Knolle?

Topinambur ist sehr vielseitig und kann sowohl roh als auch gekocht, geschält, gedünstet oder gebraten verarbeitet werden. Dank seinem fein-nussigen Aroma lässt sich die Knolle außerdem wunderbar kombinieren, zum Beispiel in einem Salat oder einfach als Beilage zu Pasta, Reis oder Couscous. Selbst die Schale kann nach einer gründlichen Reinigung mitgegessen werden. Obwohl Topinambur auf den ersten Blick etwas exotisch wirken mag, ist das Gemüse total unkompliziert und kann unserer Meinung nach mit der Kartoffel absolut mithalten und sollte definitiv mehr Beachtung finden. Damit Du dich direkt selbst überzeugen kannst, findest Du hier ein leckeres Rezept. Davor zeigen wir Dir aber noch, worauf es beim Einkauf und der Lagerung ankommt.

Lagerung & Einkauf

Topinambur ist ein Wintergemüse, das von Oktober bis März saisonal in Deutschland erhältlich ist und passt wunderbar in die kalte Jahreszeit – nicht zuletzt auch wegen ihrer gesunden Eigenschaften. In diesem Zeitraum findest Du Topinambur auf Wochenmärkten oder auch in (Bio-)Supermärkten. Obwohl die Topinambur-Knolle von Natur aus knubbelig ist, solltest Du nach Knollen mit wenigen Knubbeln Ausschau halten, um beim Schälen keinen unnötigen Ausschuss zu erzeugen. Die Schale sollte außerdem hellbraun sein, ohne dunkle oder weiche Flecken. Ebenso sollten die Knollen fest und frisch aussehen, nicht weich oder runzelig. Aufbewahren kannst Du Topinambur im Gemüsefach Deines Kühlschranks. So ist es etwa 10 Tage haltbar.

Rezept Topinambur Suppe

Topinambur Zubereitung: Alles über die Superknolle 1
Topinambur Suppe

Zutaten

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel, geschält und gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, zerdrückt
  • 1 kg Topinambur, geschält und in Scheiben geschnitten
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 60 ml Sahne
  • 30 g frischer Schnittlauch, gewaschen und grob gehackt
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung

  1. Das Öl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch dazugeben und anschwitzen.
  2. Sobald die Zwiebel nach etwa 5 Minuten weich geworden ist, Topinambur und die Gemüsebrühe in den Topf geben und gut umrühren.
  3. Alles zum Kochen bringen, die Hitze reduzieren und für 20 Minuten, oder bis alles schön weich ist, sanft köcheln lassen.
  4. Mit einem Pürierstab die Suppe glatt mixen.
  5. Die Sahne hinzufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren mit Schnittlauch bestreuen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.