Rezeptkreationen

3 Flammkuchenteig-Rezepte: Hauchdünn mit und ohne Hefe

Flammkuchenteig

Das Geheimnis eines guten Flammkuchens? Der Flammkuchenteig! Dieser muss so dünn wie möglich sein und am besten im Steinofen gebacken werden damit er wunderbar knusprig wird. Ursprünglich stammt der Flammkuchen oder auch französisch „tarte flambée“ aus dem Elsass. Doch inzwischen hat er unzählige Anhänger sowohl in der benachbarten Pfalz oder in Baden als auch bundesweit und im europäischen Ausland. Doch welche Zutaten kommen überhaupt in den Flammkuchenteig und was macht den perfekten Teig aus? Mit diesen Fragen werden wir uns heute beschäftigen damit Du garantiert nie wieder auf Flammkuchenteig aus der Kühltheke oder dem Gefrierfach zurückgreifen musst und den vollen Geschmack von Flammkuchen genießen kannst.

Herkunft

Während wir heutzutage bequem durch ein Ofenlämpchen signalisiert bekommen, das der Ofen die gewünschte Betriebstemperatur erreicht hat, mussten Brotbäcker vor weit über 100 Jahren noch zu anderen Methoden greifen. So kam es, dass die Bauern im Elsass ein kleines Stück vom Brotteig abtrennten, dieses dünn ausrollten und für wenige Minuten in die Flammen des Holzofens legten. War das Teigstück schön kross, war die Temperatur perfekt.

Flammkuchenteig: Holzofen
Holzofen

Flammkuchenteig

Wie bei so vielen Traditionsgerichten gibt es auch beim Flammkuchen nicht das einzig wahre Flammkuchenteig-Rezept. Besonders bei der Zugabe von Hefe gehen die Meinungen auseinander. Persönlich kann ich mich nicht erinnern, dass die Flammkuchen, die ich während meines letzten Besuchs im Elsass gegessen habe, mit Hefe gemacht wurden aber vielleicht war ich auch nur in den falschen Restaurants.

Ölteig

Ölteig ist in Windeseile zusammengeknetet und benötigt nur wenige Zutaten, die man meist sowieso immer zuhause hat. Zudem lässt er sich leichter ausrollen und man hat nicht die Gefahr, dass der Teig nicht aufgeht. Im Elsass schwören übrigens viele auf die Verwendung von Rapsöl, da dieses dem Flammkuchen einen tollen Duft verleiht.

Zutaten

  • 250 g Mehl
  • 50 ml Rapsöl
  • 1 Messerspitze Salz
  • 1 Glas warmes Wasser

Zubereitung

Mehl, Salz, Öl und Wasser mit den Knethaken des Handmixers zu einem glatten, elastischen Teig verkneten und et voilà der Ölteig ist fertig. Den Teig jetzt für ca. 1 Stunde abgedeckt stehen lassen und anschließend hauchdünn ausrollen.

Hefeteig

Das eine Rezept sagt ja zur Hefe das andere nein. Persönlich finden wir den Teig ohne Hefe deutlich krosser, aber am Ende des Tages muss natürlich jeder selbst entscheiden, welcher Teig ihm am besten schmeckt. Am besten probierst Du einfach mal beide Varianten aus und entscheidest dann, denn das eine richtige Grundrezept gibt es nicht.

Zutaten

  • 7 g Hefe
  • ½ EL Zucker
  • 200 g Mehl
  • ½ TL Salz
  • 2 EL Rapsöl
  • 100 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung

  1. Hefe zerbröckeln und im lauwarmen Wasser mit einem ½ EL Zucker verrühren.
  2. Mehl mit ½ TL Salz, Öl in eine Schüssel gebe. Angerührte Hefe zugeben und sofort zu einem glatten Teig verkneten. Teig zugedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen.

Auch wenn der genaue Verwandtschaftsgrad ungeklärt ist – der Flammkuchenteig mit Hefeteig hat so einiges mit dem schwäbischen Zwiebelkuchen gemeinsam.

Low-Carb-Boden

Selbst wenn auf Deinen Teller keine Kohlenhydrate kommen, musst du nicht auf leckeren Flammkuchenverzichten. Mit 2 Eier, 100 g Speisequark, 20 g Mandelmehl und 150 g geriebenem Gouda lässt sich bei 180° für 15 Minuten ein leckerer Low-Carb-Flammkuchenteig zaubern.

Der Belag

Nachdem wir nun geklärt haben, welche Zutaten für einen hauchdünnen, krossen Boden benötigt werden, widmen wir uns dem Belag.

Elsässer Original

Eins vorweg: Auf einen original Elsässer Flammkuchen kommt kein Käse. Dieser ist hier einfach nur fehl am Platz. Excuse-moi, Käseliebhaber aber wir wollen uns hier eben so weit wie möglich am Original-Rezept orientieren. Stattdessen findet sich on top eine Basis aus saurer Sahne, Schmand oder Crème fraîche, Zwiebeln, Speck, Salz, Pfeffer und Muskatnuss.

Die Basis: Das Original sieht eine Schicht Crème fraîche vor. Durch den hohen Fettgehalt von 30 % flockt Crème fraîche nicht so sehr wie zum Beispiel saure Sahne. Dafür ist diese mit ca. 10 % deutlich fettarmer.

Zwiebeln: Die wichtigste Zutat für original Elsässer Flammkuchen. Die Zwiebeln werden in schmale Halbmonde geschnitten. Traurige Sache, aber verdammt lecker. Anschließend werden sie aufgefächert auf den mit Crème fraîche bestrichenen Flammkuchenteig verteilt. Für etwas zusätzliche Farbe können auch rote Zwiebeln verwendet werden. Anders als beim Zwiebelkuchen kommen die Zwiebeln hier übrigens roh auf den Teig.

Speck: Hier sollten keine Kompromisse gemacht werden. Elsässer Flammkuchen braucht richtig gut geräucherten Speck mit Fettrand! In Streifen schneiden – fertig!

So wird Flammkuchenteig hauchdünn

Wie dünn genau? So dünn wie möglich. Zwar ist Flammkuchenteig kein Strudelteig aber je dünner, desto krosser wird das Endergebnis. Damit du den Teig möglichst dünn bekommst, geben wir Dir hier noch ein paar Tipps mit.

  1. Lasse den Teig bei Zimmertemperatur ruhen. Warmer Teig lässt sich leichter ausrollen. Ölteig kann zudem vor der Ruhepause noch mit etwas Öl eingepinselt werden.
  2. Rolle den Flammkuchenteig direkt auf Backpapier aus. So sparst Du dir den Balanceakt und musst den Teig nicht noch von der Arbeitsfläche auf das Backpapier heben.
  3. Besonders Hefeteig neigt dazu, sich immer wieder zusammenziehen. Gönne dem Teig nach dem Ausrollen eine kurze Ruhepause und decke ihn in der Zwischenzeit mit einem Geschirrtuch ab damit er nicht austrocknet. Wiederhole den Vorgang ca. 3 bis 4-mal.
  4. Wer eine Nudelmaschine zu Hause hat und nicht so viel Wert auf eine runde Form legt, kann damit wunderbar ovale, schmale Teiglinge herstellen.

Das Rezept für Elsässer Flammkuchen

Zutaten für den Teig

  • 250 g Mehl
  • 50 ml Rapsöl
  • 1 Messerspitze Salz
  • 1 Glas warmes Wasser

Zutaten für den Belag

  • 200 g Crème fraîche
  • 100 g Quark
  • 3 Zwiebeln
  • 150 g Speck
  • Salz, Pfeffer
  • Geriebene Muskatnuss
  • 1 Esslöffel Rapsöl

Zubereitung

  1. Mehl mit Öl, Salz und Wasser zu einem glatten Teig verkneten. Teigkugel formen und mit Öl bestreichen. Anschließend für mindestens 30 Minuten abgedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
  2. Den Backofen auf 250 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  3. Crème fraîche und Quark in einer Schale vermischen. Mit einem Löffel Öl, Pfeffer und Salz würzen. Beim Salz erst mal sparsam vorgehen, denn Speck ist bereits relativ salzig.
  4. Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Halbmonde schneiden. Den Speck ebenfalls in dünne, schmale Streifen schneiden.
  5. Teig sehr dünn ausrollen und mit der Crème fraîche-Quark-Creme bestreichen. Zum Schluss noch die Zwiebeln und den Speck darauf verteilen.
  6. Zum Schluss Im vorgeheizten Backofen bei 250 °C im unteren Einschub des Backofens ca. 10 bis 15 Minuten backen, bis der Boden knusprig ist. C’est ça.

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