Rezeptkreationen

Käsekuchen ohne backen: Das perfekte Rezept und alles zum Käsekuchen

Käsekuchen

Käsekuchen zählt zu den beliebtesten Kuchensorten in Deutschland, was nicht zuletzt auch an seinen vielen Variationsmöglichkeiten liegt. So finden sich nicht nur in Deutschland, sondern weltweit unzählige Rezepte zu Käsekuchen oder Cheesecake. Ob mit oder ohne Boden, mit Früchten oder ganz ohne Backen aus dem Kühlschrank – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Eines haben sie aber alle gemein. Den herrlich cremigen Kern, der sofort auf der Zunge vergeht.

Wir möchten Dir heute das Phänomen Käsekuchen etwas näherbringen und teilen außerdem unser unfassbar leckeres Rezept für einen Käsekuchen ohne backen, das perfekt für einen heißen Sommertag geeignet ist.

Geschichte

Die Geschichte des Käsekuchens reicht bis ins alte Griechenland zurück, wo angeblich Xanthippe, die Ehefrau des Philosophen Sokrates, während einer ihrer Zornausbrüche auf einem Käsekuchen herumgetrampelt sein soll. Weiteren Überlieferungen kann man entnehmen, dass die Käsekuchen damals aus Quark und Sauerrahm hergestellt wurden. Diese Zubereitung wurde anschließend von den Römern übernommen. Käsekuchen, wie wir ihn kennen, gab es allerdings erst im späten Mittelalter. So stammt das erste Rezept von dem Franzosen Taillevent aus dem 14. Jahrhundert. Das älteste moderne, deutschsprachige Käsekuchenrezept hingegen lies dann noch bis 1598 auf sich warten. Knapp weitere 100 Jahre später enthält das „Vollständige Nürnbergische Kochbuch“ aber bereits mehrere Rezepte für „Eyer-Käß-Dorten“. Die Erfolgsgeschichte Käsekuchen hat begonnen, auch wenn die Verbreitung regional sehr unterschiedlich war.

Wieso heißt der Käsekuchen so, obwohl gar kein Käse drin ist?

Hierfür gibt es mehrere Gründe. So zählte um 1900, als sich der Käsekuchen hierzulande verbreitete, Quark im Volksmund noch zu Käse, wie Gouda, Emmentaler und Co. Das lag vor allem daran, dass Quark eine Vorstufe von gereiftem Käse ist. Zudem erinnern auch die Form und seine Schnittfestigkeit oft an einen Laib Käse. Die verwendeten Eier, die dem Käsekuchen dann noch eine gelbe Farbe verleihen, erledigen den Rest. In Österreich wird er oft auch als Topfentorte und in der Schweiz als Quarktorte oder Käsewehe bezeichnet.

Käsekuchen Zutaten

Jedes Land hat seine eigene Käsekuchen-Backtradition, wenn man so will. Während hierzulande Käsekuchen meist mit Quark zubereitet wird, besteht der American Cheesecake aus einer cremigen Doppelrahm-Frischkäse-Schicht. Aber nicht nur die Zutaten der Masse unterscheiden sich, sondern auch der Boden. So haben die meisten Kuchen in Europa einen Boden aus Mürbeteig, wohingegen in den USA ein Keksboden mit einer Prise Salz bevorzugt wird. Andere Länder hingegen bevorzugen Hefeteig oder verzichten ganz auf einen Boden, wie Japan. Dort besteht Käsekuchen nämlich aus nur drei Zutaten: Eier, weiße Schokolade und Frischkäse.

Japanischer Käsekuchen
Japanischer Käsekuchen

Wie man einen Käsekuchen backt

Üblich ist es, Käsekuchen in einer Springform zu backen, wobei auch hier Ausnahmen die Regel bestätigen, zum Beispiel, wenn man Käsekuchen-Schnitten oder -Riegel zubereitet. Beim Backen selbst kann man entweder zwischen der klassischen Variante oder der Wasserbad-Variante wählen.

Klassisch im Ofen

Hier wird der Käsekuchen im Ofen gebacken und die Form wird direkt auf das Ofengitter gestellt. Am besten gelingt Käsekuchen bei einer Temperatur von 175 bis 190 °C (Ober- Unterhitze) auf der untersten oder der zweituntersten Schiene. So kann der Käsekuchen nämlich in Ruhe backen, ohne, dass die Oberfläche zu braun wird.

Im Wasserbad

Die klassische Methode kennt jeder und braucht kaum Vorbereitung. Dafür ist es vermutlich jedem schon mal passiert, dass die Oberfläche zu knusprig wurde, oder der Käsekuchen am Ende reißt. Um diese Risiken zu minimieren und eine glattere und seidigeren Oberfläche zu erhalten, kann man Käsekuchen im Wasserbad backen. Hierzu sollten die folgenden Schritte befolgt werden:

  1. Vor dem Backen, die Außenseite der Springform mit 2 bis 3 Schichten Alufolie einwickeln, sodass alle Seiten bedeckt sind.   
  2. Ist der Käsekuchen zum Backen bereit, die Springform in einer großen Bratpfanne platzieren.
  3. Nun ca. 2 cm hoch, kochendes Wasser in die Bratpfanne gießen.
  4. Das Wasserbad mit der Springform in den Ofen stellen und den Kuchen nach Rezept backen.
  5. Sobald der Kuchen fertig ist, wird das gesamte Wasserbad aus dem Ofen genommen. Den Käsekuchen nun in dem Wasserbad abkühlen lassen.
  6. Sobald das Wasser Zimmertemperatur hat, kann die Springform aus dem Wasser genommen werden und der Käsekuchen kann vollständig abkühlen.

Warum reißt mein Käsekuchen?

Dies ist wahrscheinlich die häufigste Frage, wenn es um das Backen von Käsekuchen geht. Luft im Teig lässt den Käsekuchen beim Backen aufsteigen, beim Abkühlen wird die Luft frei und es bilden sich Risse. Wichtig ist also die Luftmenge, die dem Käsekuchen zugeführt wird zu reduzieren und den Abkühlungsprozess zu verlangsamen. Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten, die Du den nachfolgenden Tipps entnehmen kannst.

Tipps für den perfekten Käsekuchen

  1. Die Zutaten sollten Zimmertemperatur haben. Dies erleichtert das Mischen und reduziert die Luftmenge, die in den Teig gelangt.
  2. Etwas Mehl oder Speisestärke hinzufügen. Das hilft, den Käsekuchen zu binden und verringert die Gefahr von Rissen. Normalerweise ist 1 Esslöffel Speisestärke oder Mehl ausreichend. (Dies gilt natürlich nur für gebackene Käsekuchen).
  3. Übertreibe es nicht mit dem Mixen. Insbesondere nachdem die Eier hinzugefügt sind, sollte nur noch kurz gemixt werden, denn je mehr man die Eier aufschlägt, desto mehr Luft gelangt in den Teig. Mehr Luft = desto eher reißt der Teig.
  4. Überbacke den Käsekuchen nicht. Wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt, sollte er in der Mitte noch etwas wackeln. Beim Auskühlen in der Springform backt der Kuchen nämlich noch nach.
  5. Im Wasserbad backen. Für besonders cremigen und geschmeidigen Käsekuchen empfiehlt es sich immer, den Kuchen im Wasserbad zu backen. Das Wasserbad reduziert drastische Temperaturschwankungen, sorgt für Feuchtigkeit und ein gleichmäßigeres Backen des Käsekuchens.
  6. Den Käsekuchen langsam abkühlen lassen. Starke Temperaturschwankungen bewirken, dass die Luft sehr schnell aus dem Käsekuchen entweicht. Das führt zu Rissen und lässt den Käsekuchen eher stark zusammenfallen.
  7. Bleib geduldig. Kühle den Käsekuchen mindestens 4 Stunden oder vorzugsweise über Nacht im Kühlschrank. Der Geschmack verbessert sich sogar, während der Käsekuchen kühlt.
  8. Schneide Dir ein großes Stück ab. Das sollte sich von selbst verstehen!

Käsekuchen ohne backen, was ist der Unterschied?

Käsekuchen muss nicht immer gebacken werden. Das ist vor allem dann praktisch, wenn es draußen einfach zu warm ist, oder einem schlicht und einfach nicht nach Backen zumuten ist. Der Hauptunterschied besteht darin, dass in einem „No-Bake-Käsekuchen“ keine Eier enthalten sind und ein Käsekuchen ohne backen durch Abkühlen im Kühlschrank „fertig“ wird. Zudem gibt es bei Käsekuchen ohne backen praktisch NULL Raum für Fehler. Die Eier können nicht überschlagen werden und der Käsekuchen läuft keine Gefahr zu reißen. Auch kann er (logischerweise) nicht überbacken und trocken werden. All diese potenziellen Stolperfallen fallen beim Käsekuchen ohne backen weg!

Allerdings unterscheidet sich die Textur beim Käsekuchen ohne backen stark von der gebackenen Variante. So ist die “No-Bake”-Version viel weicher und fast mousseartig. Beide sind aber absolut köstlich.

Rezept für Käsekuchen ohne backen

So, nachdem wir uns nun mit der Geschichte und durch ein Haufen Tipps und Tricks gekämpft haben, folg nun ein Rezept zu einem Käsekuchen ohne backen.

Käsekuchen ohne backen
Käsekuchen ohne backen

Zutaten

Für eine 18er Springform:

  • 150 g Löffelbiskuits
  • 7 5g Butter
  • 250 g Sahne
  • 250 g weiße Kuvertüre
  • 60 g Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 600 g Doppelrahm Frischkäse
  • 10 EL San apart

Zubereitung

  1. Die Butter in einem Topf oder in der Mikrowelle schmelzen.
  2. Die Löffelbiskuits in einen Gefrierbeutel geben und mit einer Teigrolle zerkleinern.
  3. Die Keksbrösel mit der geschmolzenen Butter in eine Schüssel geben und miteinander vermengen.
  4. Die Mischung anschließend in eine mit Backpapier ausgelegten Springform mit 18 cm Durchmesser geben und mit den Händen verteilen und gut andrücken.
  5. Die Form in den Kühlschrank stellen.
  6. Die Sahne mit dem Mark einer Vanilleschote, dem Zucker und der weißen Kuvertüre in einem Topf oder Wasserbad bei mittlerer Hitze erwärmen. Regelmäßig umrühren, bis die Kuvertüre geschmolzen ist.
  7. Nun die Masse in eine Rührschüssel geben und bis zum Auskühlen aufschlagen.
  8. Unter Rühren zunächst die Hälfte des San-aparts hinzugeben. Anschließend löffelweise den Frischkäse dazugeben.
  9. Zum Schluss das restliche San-apart hinzufügen und die Masse nochmals kurz durchmixen.
  10. Die Form aus dem Kühlschrank holen und die Masse auf dem Boden verteilen. Alles schön glatt streichen und den Kuchen für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  11. Nach dem Kühlen vorsichtig den Rand von der Springform lösen und nach belieben zum Beispiel mit Himbeeren oder Erdbeeren verzieren. Et voilà! Ein Käsekuchen ohne backen.

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