Rezeptkreationen

Pflaumenmus selber machen: Klassisch ohne Geliermittel

Pflaumenmus selber machen

Pflaumen oder auch Zwetschgen zählen zu Deutschlands beliebtesten Steinobst-Sorten. Dieses Jahr ist die Saison sogar schon im Juni eingeläutet worden und was darf da nicht fehlen? Genau Pflaumenmus! Pflaumenmus selber machen ist kinderleicht und auch wenn Du keinen eigenen Garten mit einem Pflaumenbaum hast, kannst Du Pflaumen oder auch Zwetschgen aktuell frisch und regional kaufen. Mit dem selbst gemachten Pflaumenmus bewahrst Du dir für den kommenden Herbst ein kleines Stück Sommer.

Mus vs. Marmelade vs. Konfitüre

Konfitüre wird aus Fruchtmarkt, Pulpe oder Fruchtsaft hergestellt das mit mindestens 55 % Zucker und Geliermittel vermengt wird. So schreibt es zumindest die Konfitüren Verordnung vor. Allgemein kann man sagen, dass in 1 kg Konfitüre ungefähr 350 g Fruchtanteil enthalten sind.

Marmelade besteht lt. EU-Definition ausschließlich aus Zitrusfrüchten und gemäß der EU-Vorschrift muss 1 Kilo des Brotaufstrichs mindestens 200 Gramm Früchte enthalten.

Fruchtmus hat im Vergleich zu Marmelade und Konfitüre einen deutlich höheren Fruchtanteil und statt Zucker kommen oft andere Süßungsmittel wie Agavendicksaft in den Aufstrich. Da auch keine Konservierungs- oder Geliermittel zum Einsatz kommen, darf Fruchtmus auch nicht Konfitüre genannte werden.

Unterschied von Zwetschge und Pflaume

Die Zwetschge zählt zur Unterart der Pflaume, ist dunkelblau-violett gefärbt und hat einen weißen Flaum. Außerdem ist sie an den Enden spitz zulaufend, feinsäuerlich im Geschmack und der Stein lässt sich sehr leicht lösen.

Pflaumen hingegen sind eher rundlich, haben eine rötliche, blaue oder auch gelbe Färbung und schmecken saftig süß.

Nachdem das geklärt ist, ist es Zeit für ein Geständnis. Denn tatsächlich handelt es sich bei dem Rezept hier um ein Zwetschgenmus. Der Grund hierfür ist die Hitzebeständigkeit der Zwetschge. Da Zwetschgen weniger Wasser enthalten, behalten sie eher ihre Form und zerfallen nicht so schnell.

Pflaumenmus selber machen: Klassisch ohne Geliermittel 1
Zwetschgen
Pflaumenmus selber machen: Klassisch ohne Geliermittel 2
Pflaumen

Stückig oder püriert?

Diese Entscheidung können wir Dir leider nicht abnehmen aber bei unserem Rezept wird die Schale wunderbar weich und wir konnten damit auch die eine oder andere Person überzeugen, die sonst eher Mus oder Konfitüre ohne Stückchen bevorzugen. Solltest Du aber partout keine Stückchen mögen, kannst Du das fertige Pflaumenmus am Ende auch einfach pürieren. So wird es richtig schön cremig-fest.

Welche Zutaten, Gewürze und Zubehör werden benötigt?

Ein Pflaumenmus braucht kein Chichi. Pflaumen oder Zwetschgen und Zucker sind genug. Theoretisch kannst Du auch ein bisschen Zitronensaft nehmen, aber das ist kein Muss. Auch Wasser oder andere Gewürze werden nicht benötigt. Falls Du deinem Pflaumenmus aber doch etwas Würze geben magst, kannst Du mit Zimt, Nelken, Anis oder auch Kardamom ein tolles Aroma zaubern, das besonders zur Weihnachtszeit passend ist.

Zuckerzusatz

Zucker sorgt in der Regel für eine lange Haltbarkeit, da er als natürliches Konservierungsmittel dient. Allerdings haben Pflaumen bzw. Zwetschgen schon einen recht hohen Zuckerhalt, der zum Konservieren vollkommen genügt. Ganz im Gegenteil zu viel Zucker kann sich sogar negativ auf das Mus auswirken und es zäh machen. Willst Du dem Pflaumenmus trotzdem noch mehr Süße verleihen, kannst Du mit braunem Zucker eine feine karamellartige Note geben. Auch Agavendicksaft oder Ahornsirup geben eine angenehme Süße.

Zubehör

Aufgrund des hohen Zuckeranteils ist Pflaumenmus grundsätzlich lange haltbar. Zumindest wenn es heiß in sterile Gläser abgefüllt wird. So kann das Pflaumenmus bis zu einem Jahr aufbewahrt werden.

Um die Gläser und Deckel steril zu kriegen, musst Du sie mit kochendem Wasser ausspülen. Damit keine Bakterien ins Glas kommen sollte das Glas jetzt nur noch außen angefasst werden. Nach dem abfüllen direkt verschließen und auf den Kopf stellen. Wenn das heiße Mus abkühlt, zieht sich die Luft im Glas zusammen und sorgt dafür, dass das Glas luftdicht und fest verschlossen wird. Zur Lagerung das Pflaumenmus bei Zimmertemperatur an einem dunklen Ort aufbewahren.

Klassisches Pflaumenmus-Rezept

Pflaumenmus selber machen
Zwetschgenmus

Alles klar? Super, dann kann es ja jetzt ans Eingemachte gehen. Da die Zubereitung auch immer etwas von der Zwetschgen- bzw. Pflaumenart, bzw. auch der Topfgröße und Kochzeit abhängt, sollte während des Kochprozesses regelmäßig nachgeschaut werden, damit nichts anbrennt und das Mus nicht zu zäh wird.

Zutaten für 900 g Pflaumenmus

  • 1,5 kg Zwetschgen oder Pflaumen, frisch, entsteint
  • 150 g Rohrzucker, braun
  • 1 Zimtstange
  • 3 Stück Gewürznelken
  • Amaretto (Optional)
  • Rum, braun

Zubereitung

  1. Da Pflaumen stark abfärben, sollten Einweghandschuhe übergezogen werden. Anschließend die Zwetschgen sorgfältig waschen und in einem Sieb gut abtropfen lassen.
  2. Nun das Obst halbieren und entsteinen. Hierzu die Pflaumen mit einem scharfen Küchenmesser rundherum bis zum Stein einschneiden und anschließend die Hälften in entgegengesetzte Richtung drehen und den Stein entnehmen.
  3. Die gehälfteten Pflaumen in einen großen Kochtopf geben. Den Rohrzucker, die Zimtstange sowie die Gewürznelken hinzugeben und gut durchmengen. Sollen die Nelken später nicht im Mus bleiben, kannst Du diese in einem Tee-Ei hinzugeben.
  4. Ohne Umrühren, jetzt den Deckel auf den Kochtopf setzen und alles für einige Stunden oder besser über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Hierdurch sammelt sich ausgetretener Saft am Topfboden und das Mus setzt nicht so leicht am Boden an.
  5. Der Zucker sollte sich nach der Ziehzeit schon vollständig eingezogen sein. Trotzdem immer noch nicht umrühren!
  6. Der Topf wird nun samt Deckel auf den Herd gestellt und für etwa 10 Minuten auf höchster Stufe zum Kochen gebracht, bis es sprudelt und alles gut durcherhitzt ist. Wichtig: Bitte dabei nicht rühren!
  7. Jetzt die Hitze stark reduzieren und bei kleiner Stufe die Pflaumen ohne Deckel mindestens 3 Stunden ohne Rühren sanft einkochen lassen. Durch das Verdampfen der Flüssigkeit dickt die Zwetschgenmassen nach und nach ein. Das Zwetschenmus ist fertig, wenn kaum noch Flüssigkeit vorhanden ist. Da wir hier aber kein Kompott machen, sollte regelmäßig nachgeschaut werden, dass gegen Ende nichts anbrennt und das Mus nicht zu pappig wird.
  8. Ist die gewünschte Konsistenz erreicht, können die Zimtstange und die Gewürznelken aus der Masse entfernt werden. Im Anschluss das Mus kräftig umrühren und für ca. 5 Minuten auf hoher Stufe aufkochen. Jetzt sollten auch die größeren Pflaumenstücke zu einem wunderbaren Mus zerfallen.
  9. Nach der Kochzeit, den Topf vom Herd nehmen und das Mus optional nach Geschmack mit Amaretto oder Rum würzen. Ebenso kann in diesem Schritt auch das Mus noch püriert werden, falls keine Stückchen drinbleiben sollen.
  10. Zum Schluss das noch heiße Zwetschenmus in sterile Gläser abfüllen. Sollte etwas an den Rand der Gläser kommen, einfach mit etwas Küchenpapier abwischen. Jedes Glas nach dem Befüllen umgehend fest verschließen und für etwa 10 Minuten auf den Kopf stellen, damit das gewünschte Vakuum entsteht.

Alle Kommentare zu “Pflaumenmus selber machen: Klassisch ohne Geliermittel

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