Rezeptkreationen

Rhabarber: Wir beantworten die 5 wichtigsten Fragen und backen Rhabarberkuchen mit Streuseln

Rhabarber

Frühlingszeit ist Rhabarberzeit und es geht doch nichts über einen tollen Rhabarberkuchen, oder? Wir jedenfalls sind der Meinung, dass nichts mehr darüber aussagt, dass wir endlich den Winter überstanden haben, als ein großartiger Rhabarberkuchen. Aber was hat es eigentlich genau mit dem fruchtig-säuerlichen Gemüse, das in der Küche wie Obst behandelt wird genau auf sich? Eins ist jedenfalls klar: Rhabarber kann zum Kochen auf weit mehr Arten, als nur für Kuchen verwendet werden. Es gibt aber auch noch viel mehr über dieses großartige Gemüse zu lernen. Beginnen wir mit ein paar wissenswerten Fakten, und am Ende wartet auch noch ein superleckeres Rezept für einen Rhabarberkuchen auf Dich. Versprochen.

Wissenswertes von der Stange

Rhabarber hat in letzter Zeit immer mehr an Beliebtheit gewonnen. Das Gemüse mit dem lateinischen Namen Rheum rhabarbarum stammt ursprünglich aus Tibet oder der Mongolei. Vor allem in Ostasien wird das Gemüse bereits seit 5000 Jahren als Arzneipflanze geschätzt. Hierzulande hat Rhabarber eine relativ kurze Erfolgsgeschichte. Erst seit circa 150 Jahren wird er bei uns verzehrt. Das Rhabarber als Gemüse kategorisiert wird, liegt übrigens daran, dass ausschließlich die Stiele verzehrt werden. Diese haben eine hellrote Farbe und werden bis zu 70 cm lang und 5 cm breit. Mit zunehmender Größe werden die Stängel allerdings immer grüner. Lediglich junge Exemplare sind daher zart genug, um ohne vorheriges Schälen verzehrt zu werden.

Frischer Rhabarber für Rhabarberkuchen
Frischer Rhabarber

Wonach schmeckt Rhabarber?

Roh schmeckt Rhabarber säuerlich, leicht herb und die Textur erinnert an einen Selleriestängel. Gleichzeitig hat er aber auch einen aromatisch-fruchtigen Geschmack, der nicht so leicht zu beschreiben ist. Am ehesten trifft es vielleicht die Kombination einer vollständig gereiften Erdbeere und eines Granny-Smith-Apfels. Frisch und knackig aber im Geschmack doch nicht zu sehr ausgeprägt.

Die meisten Rezepte erfordern aufgrund des Säuregehaltes Zucker. Falls Du mit Rhabarber im Garten aufgewachsen bist, erinnerst Du dich vielleicht auch noch daran, wie Du versucht hast, die rohen Stangen in Zucker zu tunken, um den säuerlichen Beigeschmack zu reduzieren.

Ist Rhabarber giftig?

Kurz gesagt ja. Die Rhabarberpflanze enthält nämlich Oxalsäure, die in größeren Mengen Vergiftungserscheinungen auslösen kann. Ihr verdank das Gemüse übrigens auch seinen säuerlichen Geschmack. Das bedeutet aber nicht, dass der Verzehr per se gefährlich ist. Den größten Teil an Oxalsäure enthalten die Blätter, die aus diesem Grund auch nicht gegessen werden sollten. Die Stängel enthalten zwar auch etwas Oxalsäure, aber in weit geringeren Mengen, sodass diese sicher verzehrt werden können. Falls Du nach dem Verzehr ein pelziges Gefühl auf den Zähnen bekommst, brauchst Du dich nicht wundern. Das liegt ebenfalls am hohen Säuregehalt.

Kann man Rhabarber einfrieren?

Frischer Rhabarber hält in ein feuchtes Küchentuch gewickelt 2 bis 3 Tage im Kühlschrank. Wer die Rhabarbersaison gar nicht enden lassen will, kann das Gemüse auch einfrieren. So hält er sich bis zu einem Jahr. Bevor Du die Stangen portionsweise einfrierst, solltest Du den Rhabarber waschen, gut trocknen lassen, schälen und in Stücke schneiden. So kannst Du ihn nämlich ohne auftauen direkt weiterverarbeiten, zum Beispiel zu einem leckeren Rhabarberkuchen. Alternativ kannst Du Rhabarber natürlich auch zu einem Kompott einkochen oder eine leckere Marmelade daraus zaubern.

Wie schält man Rhabarber?

Zunächst sollten Blätter und Blattansätze entfernt werden da diese aufgrund ihres hohen Gehalts an Oxalsäure giftig sind und nicht verzehrt werden sollten. Anschließend müssen die Stangen gründlich unterfließendem Wasser abgewaschen werden. Ebenso sollte das trockene und holzige Stielende abgeschnitten werden. Nun kannst Du mit dem Schälen beginnen. Die Fasern können vom Stielende mit einem kleinen Messer abgezogen werden.

Wann darf man Rhabarber nicht mehr essen?

Schenkt man einer alten Bauernregel Glauben, soll Rhabarber nach dem Johannistag am 24. Juni nicht mehr geerntet werden. Natürlich ist es schwer einen Ernte-Zeitpunkt an einem einzigen Stichtag festzumachen. Nichtsdestotrotz kommt dieses Datum nicht von ungefähr und tatsächlich sollte Rhabarber nach Juni nicht mehr geerntet werden. Dann treiben die Pflanzen nämlich ein zweites Mal aus und damit sie genug Zeit zur Regeneration haben, gönnt man ihnen diese Ruhephase. Ebenso nimmt der Säuregehalt während der Vegetationsperiode zu, was den Rhabarber weniger bekömmlich werden lässt.

Rhabarberkuchen mit Streuseln

Wie versprochen folgt nun noch ein leckeres Rezept für einen saftigen Rhabarberkuchen mit Streuseln.

Rhabarberkuchen mit Streuseln
Rhabarberkuchen mit Streuseln

Zutaten für eine Springform mit 24 cm ⌀

Für die Streusel:

  • 100 g Mehl
  • 70 g Butter kalt
  • 70 g Zucker

Für den Belag:

  • 1 kg Rhabarber

Für den Teig:

  • 250 g weiche Butter
  • 180 g Zucker
  • 4 Eier (M)
  • 400 g Mehl
  • 120 ml Milch
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  1. Bevor es an den Rhabarberkuchen geht werden als Erstes die Streusel vorbereitet. Hierfür Mehl, fein gehackte Butter und Zucker mit den Händen verkneten, bis alles schön bröselig ist. Die Butter sollte zu Beginn noch kühl sein und erst durch die Wärme der Hände geschmeidig werden. Anschließend in den Kühlschrank stellen.
  2. Nun die Rhabarberstangen unter fließendem Wasser waschen. Gut abtrocknen, schälen und grob in 1 bis 2 cm große Stückchen schneiden.
  3. Den Boden einer Springform (⌀ 24 cm) mit Backpapier auslegen und die ganze Form mit ein wenig Butter einfetten. Nun den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Für den Teig zunächst Mehl, Salz und Backpulver in einer separaten Schüssel vermengen. In einer weiteren Schüssel nun die zimmerwarme Butter mit dem Zucker schaumig schlagen. Die Eier nach und nach einzeln unterrühren. Zuletzt die Mehlmischung im Wechsel mit der Milch unter ständigem Rühren dazugeben. Der Teig sollte am Ende zähflüssig sein. Es kann also sein, dass Du nicht die gesamte Menge an Milch benötigst.
  5. Die Teigmasse nun in die vorbereitete Springform füllen und glatt streichen. Zuletzt die Rhabarberstücke leicht hineindrücken und die Streusel auf dem Rhabarberkuchen verteilen. Etwa 40-45 Minuten im vorgeheizten Backofen backen.
  6. Achtung: Der Rhabarberkuchen sollte vollständig erkaltet sein, bevor der Ring der Springform entfernt wird.

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