Rezeptkreationen

Tofu zubereiten – und zwar richtig

Tofu zubereiten: Quinoa Tofu

Tofu schmeckt Dir nicht? Dann geht es Dir wie Millionen anderer Menschen und einer der Hauptgründe hierfür könnte die falsche Zubereitung sein. Richtig zubereitet kann Tofu nämlich sehr vielseitig und durchaus geschmacksintensiv sein. Er eignet sich sowohl zum Kochen als auch zum Backen oder als Suppeneinlage. Noch dazu ist er ideal als Fleischersatz geeignet und enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Damit Du ab sofort nicht mehr auf geschmacklosen, gummiartigen Würfeln herumkauen musst, zeigen wir Dir heute, wie Du Tofu zubereitest – und zwar richtig.

Tofu zubereiten: Die richtige Vorbereitung

Tofu ist nicht gleich Tofu

Grundsätzlich kann Tofu je nach Herstellungsart verschiedene Konsistenzen und Texturen aufweisen. Aber auch Form und Farbe können immer unterschiedlich sein. Hierzulande wird vornehmlich der frische, feste Tofu verwendet. Daneben gibt es noch Räuchertofu, Seifentofu oder andere gewürzte Tofusorten. Hier ein kurzer Auszug der wohl bekanntesten Tofusorten:

  • Seidentofu: Seidentofu hat eine glatte, weiche, feine Konsistenz, die stark an einen dünnen Pudding erinnert. Er wird nicht entwässert und findet vor allem Verwendung in Suppen, Aufstrichen, Dressings und Süßspeisen, wo er als Milch- und Eiersatz dient.
  • Naturtofu: Naturtofu ähnelt in seiner Konsistenz der von rohem Fleisch und hat eine leicht löchrige, unebene Oberfläche. Naturtofu kann wunderbar mariniert, in der Pfanne rausgebraten oder in Öl frittiert werden. Damit der Tofu gut in Streifen oder Würfel geschnitten werden kann, muss er vor der Zubereitung meist noch entwässert werden.
  • Räuchertofu: Räuchertofu erhält sein typisch rauchiges Aroma durch ein Räucherverfahren, wie es traditionell auch bei Fleisch und Wurst angewendet wird. Geräucherter Tofu kann inzwischen in jedem gut sortierten Supermarkt gekauft werden und passt als vegetarische Wurst-Alternative wunderbar zu Salaten, Suppen und Eintöpfen.

Tofu zubereiten – und zwar richtig 1
Räuchertofu
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Naturtofu
Tofu zubereiten: Seidentofu
Seidentofu

Tofu vorher immer auspressen

Wer schon einmal Tofu gekauft hat, weiß, dass dieser in der Verpackung immer in einer Flüssigkeit liegt. Die Flüssigkeit dient dazu, den Tofu frisch zu halten. Bei Seidentofu genügt es, das Wasser abzugießen und den Tofu trocken zu tupfen. Bei dem festeren Naturtofu genügt dies leider nicht und der Tofu sollte daher vor der weiteren Zubereitung immer ausgepresst werden. Das liegt daran, dass Naturtofu schwammähnliche Eigenschaften aufweist. Das kann man sich so vorstellen: Wenn ein Schwamm bereits mit Wasser gefüllt ist, gibt keinen Platz für etwas anderes. So auch beim Tofu. Ist dieser voll mit Wasser, kann er die würzige Brühe oder die Marinade nicht aufnehmen. Zudem wird beim Kochen Wasser freigesetzt, was das ganze Rezept ruinieren könnte.

Den Tofu also aus der Verpackung nehmen und in Küchenpapier einwickeln. Anschließend zwischen zwei Teller legen und für 20 bis 30 Minuten mit einem Kochbuch, einer gusseisernen Pfanne oder anderen Gegenständen beschweren. Du wirst überrascht sein, wie viel Wasser der Tofu verliert. Wenn Du es etwas eiliger hast, schneide den Tofu in feine Scheiben oder Würfel und tupfe ihn mit Küchenpapier trocken.

Tofu richtig schneiden

Auch wenn dieser Schritt zunächst banal klingen mag, sollte er nicht unterschätzt werden. Tofu sollte zum Braten in feine Streifen oder Würfel geschnitten werden. Die Würfel sollten dabei nicht zu groß sein. Bei großen Stücken bekommt man nämlich weder einen rundum guten Geschmack hin noch wird die Textur schön angenehm.

Tofu marinieren

Nachdem wir den Tofu nun vorbereitet und geschnitten haben, geht es daran, dem Ganzen Geschmack zu verleihen. So geschmacksneutral Tofu auch sein mag, so dankbar saugt er auch jeden Geschmack auf, sodass man viel mit ihm anstellen kann. Ideal sind kräftige Aromen wie Knoblauch, Curry, Sojasoße, Essig oder Zitronensaft. Bei der Marinade solltest Du außerdem auf Öl verzichten, da sich selbst nach dem gründlichsten ausdrücken noch Wasser im Tofu befindet. Anstatt dass die Gewürze und die Aromen eindringen, würde sich das Öl nur wie ein Film über den Tofu legen. Zudem solltest Du Tofu immer einige Zeit in der Marinade lassen. 30 Minuten sind so die absolute Untergrenze. Besser wäre sogar über Nacht.

Tofu zubereiten: verschieden Zubereitungsmethoden

Nicht nur beim Würzen gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, auch bei der Zubereitung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Die gängigste Zubereitung von festem Tofu ist das Ausbraten in der Pfanne.

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Tofu Steak

Knuspriger Tofu aus der Pfanne

Vor dem Braten sollte der Tofu hier in etwas Stärke gewälzt werden. Sie nimmt die restliche Flüssigkeit auf und sorgt dafür, dass der Tofu wunderbar braun und kross wird. Da Tofu gerne am Pfannenboden festklebt, sollte auf eine gut beschichtete Pfanne zurückgegriffen und genug Öl verwendet werden. Das Öl sollte außerdem richtig heiß sein, bevor Du den Tofu hinzugibst. Benutze am besten Sesam- oder Kokosöl. Diese Öle sind bestens für höhere Temperaturen geeignet. Unterschätze zudem nicht die Zubereitungszeit. Je nach Größe der Tofuwürfel kann es schon um die 5 Minuten pro Seite dauern, bis die Außenseite schön kross ist.

Frittierter Tofu

Fester Tofu ist ideal zum Frittieren. Er erhält so eine knusprige goldbraune Haut, bleibt innen aber herzlich zart. Nach dem ausdrücken den Tofu in gleichgroße Scheiben schneiden und in einer Fritteuse Frittieröl erhitzen. Wer keine Fritteuse hat, kann alternativ in einem Topf oder Wok frittieren.

Gebackener Tofu

Direkt aus dem Ofen gebackener Tofu hat eine unwiderstehliche knusprige Außenseite und ist wunderbar zart im Inneren. Lässt man den Tofu abkühlen, wird er fest und etwas zäher. Man kann ihn entweder „natur“ oder mariniert Backen und so für alle erdenklichen Gerichte verwenden, von Salaten zu Tacos und Nudelgerichten. Je nach Größe benötigen Tofuwürfel so zwischen 20 und 45 Minuten bei 180 °C. Natürlich kann auch hier der Tofu vorab wieder etwas in Stärke gewälzt werden.

Gegrillter Tofu

Gar kein Problem. Egal ob als Burger, Spieß oder Scheibe. Wichtig ist nur, den Tofu über Nacht zu marinieren und während dem Grillen regelmäßig mit der Marinade beträufeln. Den Grillrost am besten noch mit Öl einpinseln, damit es sich leichter brät.

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