Rezeptkreationen

Vegetarisch Grillen: Ein Widerspruch? Wir geben Tipps

vegetarisch grillen

Vegetarisch Grillen unterscheidet sich definitiv vom Grillen mit Fleisch. Vor allem diejenigen, die an Steaks und Burger grillen gewöhnt sind, müssen sich etwas umstellen. Aber: Es ist definitiv kein Widerspruch. Vielleicht muss man ab und zu ein bisschen kreativ werden, aber es muss niemand beim vegetarisch Grillen das Rad neu erfinden. Im Übrigen muss auch die Sommerfigur nicht leiden, denn es ist durchaus möglich gesund und ohne schlechtes Gewissen zu grillen. Wenn Du also sicherstellen möchtest, dass Dein nächstes vegetarisches Barbecue reibungslos abläuft, solltest Du einen Blick auf unsere Tipps und „how-tos“ für vegetarisches Grillen werfen. Ein leckerer Rezepttipp erwartet dich ebenfalls am Ende des Beitrags.

Tipp #1: Grillkäse

Für viele vermutlich keine wirkliche Neuigkeit aber Käse lässt sich wunderbar grillen und wem läuft beim Gedanken an ein leckeres gegrilltes Käsesandwich nicht das Wasser im Munde zusammen? Schließlich sieht geschmolzener Käse so unglaublich appetitlich aus. Dazu ist es kinderleicht und es werden nur drei Zutaten benötigt: Brot, Käse und Butter. Den Rest erledigt die Maillard-Reaktion.

Aber nicht nur in Kombination mit Brot lässt sich Käse grillen, sondern auch so. Jetzt renne aber bitte nicht zum Grill und wirf ein Stück Cheddar auf den Grillrost. Auch wenn Cheddar wunderbar für ein Käsesandwich geeignet ist, kann er leider so nicht einfach gegrillt werden. Hierfür benötigst Du speziellen Grillkäse. Diesen findest Du eigentlich in jedem halbwegs gut sortierten Supermarkt. Halte im Kühlregal einfach nach Halloumi, Grillkäse oder auch Quietsche-Käse Ausschau. Ebenso kann Paneer, ein indischer, schnittfester Frischkäse, wunderbar auf dem Grill zubereitet werden.

Tipp #2: Schnelle und einfache Beilagen

Vegetarisch grillen: Verschiedenes Gemüse
Grillgemüse

Du suchst ein paar schnelle und einfache Beilagen zum vegetarisch Grillen, die nicht langweilig sind? Zucchini, rote Paprika oder Aubergine grillt schließlich jeder, warum versuchst Du es nicht einfach mal mit den folgenden schmackhaften Lebensmitteln:

  • Ananasringe (mit Zimt und Zucker bestreuen).
  • Portobello-Pilze (mit Öl bestreichen und wie einen Gemüseburger mit allen Gewürzen servieren).
  • Halloumi-Käse (ein Muss, wenn man ihn noch nie probiert hat!)
  • Süßkartoffeln oder Jamswurzeln (in Alufolie einwickeln oder in zwei Hälften schneiden, vorbacken, mit Ahornsirup bestreichen für zusätzliche Süße und grillen).
  • Spargel (vor dem Grillen am besten 30 Minuten in Wasser einweichen).
  • Maiskolben
  • Marinierter Tofu (verwende ausschließlich ausgedrückten, festen Tofu).
  • Äpfel (halbieren und mit Zimt und braunem Zucker bestreuen oder mit Ahornsirup beträufeln).
  • Foliengemüse (Z. B. Zwiebeln mit Honig beträufeln und mit etwas Thymian in eine Alufolie wickeln. Kochen, bis sie weich, süß und leicht verkohlt sind – ein wahrer Genuss!)

Tipp #3: Es muss nicht ALLES gegrillt werden

Nur weil Du vegetarisch grillst, heißt das noch lange nicht, dass auch sämtliche Zutaten auf dem Grill landen müssen. So kannst Du dein gegrilltes Gemüse zum Beispiel zu einem grünen Salat geben oder es zu Couscous oder Quinoa hinzufügen. Ein Klassiker ist auch das gegrillte Gemüsesandwich. Als Dessert kannst Du etwas Ananas für Ananas-Bananensplit grillen. Ebenso kannst Du das gegrillte Gemüse mit vorgekochten Nudeln zu einem Nudelsalat verarbeiten oder es in ausgehöhlten Baguettes oder Brötchen mit Mayo oder Pesto servieren. Der Fantasie sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt.

Tipp #4: Marinieren, marinieren, marinieren

Auch für vegetarisch grillen gilt: Gemüse oder Tofu marinieren, bevor es auf den Grill kommen. Es muss nicht extravagant sein – etwas Olivenöl, Zitronenabrieb und zerdrückter Knoblauch sind ausreichend. Auch muss die Marinade – anders als bei Fleisch – nicht über Nacht einziehen. 15 Minuten in der Marinade reichen, bevor es auf den Grill kommt. Hast Du keine Marinade zur Hand, kannst Du alternativ Kräuterbutter oder Knoblauchbutter zum Einstreichen verwenden. Beim marinieren von Gemüse solltest Du außerdem tunlichst auf die Verwendung von Salz verzichten – das trocknet das Gemüse aus.

Tipp #5: Die richtige Temperatur

Die optimale Grilltemperatur ist nicht nur bei der Zubereitung von Fleisch wichtig, sondern auch für vegetarisch grillen. Die richtige Temperatur ist nämlich für das Gelingen von Gemüse, Tofu, Taipeh oder anderen Gerichten ausschlaggebend. Aber auch hier gibt es nicht die eine perfekte Temperatur. Zudem hängt die Grilldauer auch immer stark vom Grill ab. Hier eine grobe Orientierung:

Gemüse              150 – 180 °C
Fleischersatz      175 – 200 °C

Ideal ist natürlich ein Grill, bei dem sich die Temperatur regeln lässt. Ansonsten kannst Du Gemüse, Tofu oder Grillkäse auch an den Rand legen oder den Rost höher hängen. Eine weitere Alternative stellt das indirekte Grillen dar. Hierfür darf das vegetarische Grillgut nicht direkt über der Hitzequelle liegen. Ebenso sollte der Grill verschließbar sein, um für eine gleichmäßige Hitze von allen Seiten sorgen zu können. Diese Art des Grillens ist zwar sehr schonend für das Gemüse, dauert aber auch rund die Hälfte länger. Wer nicht so lange warten will und lieber direkt grillt, sollte sein Grillgut öfter wenden.

Tipp #6: Investiere in nützliches Zubehör

Natürlich kannst Du auch ohne jegliches Zubehör vegetarisch grillen. Planst Du aber mehrmals im Jahr den Grill anzuwerfen, kann sich die Anschaffung von diversem Zubehör empfehlen. Sie erleichtern Dir oftmals nicht nur die Arbeit, sondern ermöglichen auch ganz neue Gerichte.

Grillspieße

Ein kostengünstiger Klassiker. Mit Spießen lässt sich das Grillgut nicht nur leichter wenden, sondern Du kannst auch leckere Gemüsespieße zaubern, zum Beispiel bestehend aus Aubergine, Zucchini, roter und gelber Paprika, Mais, Kirschtomaten und Zwiebeln. Aber auch andere Varianten mit eingelegtem Tofu oder Halloumi sind möglich. Hier kannst Du alles Kombinieren, was Dein Herz höherschlagen lässt. Wichtig ist nur, dass Du Grillspieße, die aus Holz sind, vorher in Wasser einlegst.

Vegetarisch grillen: Gemüßespieße
Grilled vegetable skewers

Grillkorb/Grillpfanne

Ein weiteres nützliches Grillutensil für vegetarisch grillen. Im Grillkorb lässt sich klein geschnittenes Gemüse gleichmäßig garen und rösten. Im Vergleich zur Aluschale wird es außerdem knackiger und entwickelt mehr Röstaromen. Hast Du Gäste, kann sich jeder aus dem Korb nehmen, was er am liebsten mag und im Vergleich zu den Grillspießen sparst Du dir auch das Aufstecken. Win-win. Aber: packe den Grillkorb nicht zu voll und fette ihn vorher ein, um ein Ankleben des Gemüses zu vermeiden.

Pizzastein + Pizzaschieber

Pizza grillen ist zwar nicht ganz einfach aber es zahlt sich aus! Der Grill spielt dabei keine Rolle, allerdings sollte er einen Deckel haben. Ebenso sind ein Pizzastein sowie ein Pizzaschieber unabdingbar. Der Pizzastein muss vorgeheizt werden, damit er richtig heiß ist (> 300 °C). Nur so wird der Boden kross und der Teig von innen schön luftig. Die Backdauer beträgt dann zwischen 5 bis 6 Minuten.

Grillplatte

Plancha grillen erfreut sich auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Kein Wunder. Die Grillplatte, die im 19 Jahrhundert in Spanien erfunden wurde, bietet dir unendliche Möglichkeiten am Grill. Selbst ein gelungenes Frühstück oder ein Brunch sind kein Problem mehr. Ab sofort kannst Du Spiegeleier, Omeletts, Pancakes oder gegrillte Früchte auch direkt auf dem Grill zubereiten. Die meisten Grillplatten sind aus Gusseisen und profitieren von einer starken Hitzeleitfähigkeit und einer sehr guten Hitzeverteilung.

Rezepttipp: Gefüllt Pilze mit Kräutern und Käse vom Grill

Vegetarisch grillen: Gefüllte Pilze mit Kräutern und Käse
Gefüllt Pilze mit Kräutern und Käse

Zutaten für 4 Portionen:

  • 4 große Portobello-Pilze
  • 25 g Paniermehl
  • 1 Esslöffel Thymian (frisch, fein gehackt)
  • 1 Esslöffel Oregano (frisch, fein gehackt)
  • 2 Teelöffel Rosmarin (frisch, fein gehackt)
  • 1 Knoblauchzehe (gehackt)
  • 1 Chili (entkernt, fein gehackt)
  • 60 g Cheddarkäse (gerieben)
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 20 g Butter
  • Salz, Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

  1. Die Portobello-Pilze mit einem Pinsel oder einer Bürste sauber machen und das untere trockene Stück der Stiele abschneiden.
  2. Alle Pilze mit einem Teelöffel vorsichtig aushöhlen. Das Pilzinnere zusammen mit den Stielen fein hacken.
  3. Paniermehl, Pilzstiele, Thymian, Oregano, Rosmarin, Knoblauch, Salz und Pfeffer gut mit einander vermengen. Anschließend die gehackte Chili unterrühren.
  4. Die Böden der Pilzkappen nun mit Olivenöl bestreichen und etwas zerlaufene Butter auf die Innenseite jeder Kappe geben. Für etwa 4 Minuten auf den Grill oder in eine Grillpfanne legen.
  5. Die Pilze vom Grill nehmen und mit der Paniermehlmischung füllen und mit geriebenem Käse bestreuen.
  6. Die gefüllten Pilze für weitere 4 Minuten auf dem Grill garen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.